Entwurf So stellen sich Forscher die Smartphones der Zukunft vor

Quelle: Fraunhofer IZM 2 min Lesedauer

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Jährlich erscheinen unzählige neue Smartphone-Modelle, die sich dann millionenfach verkaufen. Die alten Mobilgeräte landen im Elektroschrott. Diesen Kreislauf wollen zwei Designer durchbrechen und legen dafür einen ungewöhnlichen Entwurf vor.

Modular, langlebig, recyclebar: Forschenr vom Fraunhofer IZM demonstrieren Entwürfe für die Smartphones der Zukunft.  (Bild:  Fraunhofer IZM/Tapani Jokinen & Robin Hoske)
Modular, langlebig, recyclebar: Forschenr vom Fraunhofer IZM demonstrieren Entwürfe für die Smartphones der Zukunft.
(Bild: Fraunhofer IZM/Tapani Jokinen & Robin Hoske)

Zwei Industriedesigner des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM haben neue Designs für Smartphones entwickelt, um den durch die Geräte entstehenden Elektroschrott zu minimieren. Laut einer Mitteilung entstehen allein in Deutschland durch Smartphones 1,7 Millionen Tonnen Elektroschrott im Jahr.

Die beiden Designer Tapani Jokinen und Robin Hoske untersuchten daher, wie der Lebenszyklus von Smartphones verlängert und die Modularität technisch sowie wirtschaftlich erfolgreich umgesetzt werden kann. Dafür müssen vor allem Langlebigkeit, Reparierbarkeit und Recycling-Potenzial maximiert werden, ohne die Funktionalität der Geräte zu beeinträchtigen.

Der erste Entwurf „Modest Cube“ fokussierte sich vor allem auf die Reparierbarkeit, heißt es weiter. Mit einfachen und schnellen Hardwarewechseln soll der Produktlebenszyklus hier deutlich verlängert werden können. Modularität erstrecke sich hier nicht nur auf die Einzelbauteile, sondern auf das gesamte System. Wer etwa eine extrem gute Kamera im Smartphone braucht, kann diese aufrüsten, ohne direkt ein neues Gerät kaufen zu müssen.

Schnittstelle für eine vernetzte IoT-Umgebung

Mit „Modest Arch“ soll das mobile Telefon neu erfunden werden: optisch erinnert das Gerät an eine Taschenuhr. Die Forscher gingen bei der Entwicklung davon aus, dass Virtual Reality und KI-basierte Sprachassistenten in Zukunft das Leben der Menschen bestimmen werden. Die Hardware wurde daher auf ein Minimum reduziert, das Betriebssystem ist cloudbasiert. „Das Grundgerüst des Geräts ist damit eigentlich ein Webbrowser in Form eines persönlichen Tokens, der vergleichsweise wenige Bauteile benötigt. Je nach Bedarf können weitere Funktionen konfiguriert werden und die Arch als Schnittstelle für eine vernetzte IoT-Umgebung dienen“, sagt Jokinen. Das Gerät arbeite zudem mit taktil-haptischem Feedback und kann durch die Motion-Sensing-Technologie zum Beispiel als PC-Desk oder Air Mouse umfunktioniert werden. Auch eine hochauflösende Kamera und zahlreiche Sensoren zur Messung von Vitaldaten seien integriert.

Aktuell sind die Entwürfe laut Fraunhofer IZM noch Zukunftsvisionen auf dem Papier. Im nächsten Schritt sollen die ersten Prototypen entwickelt und getestet werden.

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