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Weitere Triebwerksprogramme
Im Jahr 2008 übertrug GE Aviation der MTU die Verantwortung für das TCF eines weiteren Triebwerksprogramms: das Genx für den Boeing 787 Dreamliner und die Boeing 747-8. Dieses TCF, eine GE-Entwicklung, hat MTU technisch überarbeitet. Im Ergebnis sieht das MTU-TCF von außen nun aus wie das von GE, verfügt jedoch über ein modifiziertes Innenleben. Laut Dr. Claus Riegler, Leiter Entwicklung Zivile Programme bei der MTU, wurde zum einen die Flow-Path-Hardware und damit der Wirkungsgrad verbessert. Zum anderen wurde das Gewicht des gesamten Moduls durch konstruktive Änderungen verringert.
Gefertigt wird das Genx-TCF auf zwei hochmodernen Fertigungslinien in München. Ende August 2011 ging das erste Serienmodul an GE und neun Monate später, wurde der erste Cargolux-Frachter, eine Boeing 747-8F, mit einem MTU-TCF ausgeliefert. In den Münchner Hallen wird täglich ein Genx-TCF fertiggestellt; insgesamt wurden hier bis April 2015 über 700 Exemplare montiert. Im November 2014 unterzeichnete die MTU mit GE Aviation einen Vertrag über die Instandhaltung ihres Bauanteils.
GE9X: effizientes Triebwerk für die Boeing 777X
Das technologisch anspruchsvollste Turbinenzwischengehäuse entwickelt und fertigt die MTU für das GE9X. Dieses Triebwerk wird exklusiv die Boeing 777X in die Luft bringen und im Verhältnis von Kraftstoffverbrauch zu Schubkraft das effizienteste Triebwerk sein. Basierend auf der Grundarchitektur des Genx-TCF wird es umfangreiche Verbesserungen geben, um Wirkungsgrad und Produktion weiter zu entwickeln. Bauweisen sollen verbessert und ein anderes Aufhängungskonzept erarbeitet werden; Teile könnten additiv hergestellt werden. Zum Zeitplan: Das GE9X soll 2020 auf den Markt kommen; 400 Flugzeuge sind bereits fest bestellt und optioniert. Die Auslieferung der ersten MTU-Entwicklungsmodule ist für nächstes Jahr geplant. (lz)
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