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Getriebemotor

Motor in die Prozessleittechnik integrieren

| Redakteur: Lilli Bähr

Mit der fortschreitenden Umsetzung von Industrie 4.0 werden zunehmend mehr Bauteile in die industrielle Prozesstechnik integriert; jetzt richtet sich das Augenmerk auf den Elektromotor. Mit der Entwicklung von Torque-Control-4.0 zur Integration des Getriebemotors in die Prozessleittechnik und damit für eine zusätzliche Funktionalität hat Bauer Gear Motor sein Produktportfolio erweitert.

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(Bild: Bauer Geared Motors)

Bisher stammen die meisten Prozessdaten über Elektromotoren von Frequenzumrichtern. Deren Informationsgehalt ist aber begrenzt und sie bieten nur wenige Zusatzfunktionen. Mit der Markteinführung von Torque-Control-4.0 für eine schnelle Drehmomentmessung zum Schutz des Antriebsstrangs vor Überlastung und zur Optimierung des Energieverbrauchs durch adaptive Laststeuerung, strebt Bauer hier eine Verbesserung an.

Anwendertreff IndustriegetriebeEin effizienter Antriebsstrang ist das A und O bei jeder modernen Maschine und Anlage. Welche Rolle dabei das Getriebe als mechanische Komponente im mechatronischen Gesamtsystem spielt, wie man das richtige Getriebe auswählt und wie die Integration in den Antriebsstrang effizient und fehlerfrei funktioniert, zeigt der Anwendertreff Industriegetriebe.
Mehr Informationen: Anwendertreff Industriegetriebe

Diese Innovation der Bauer Gear Motor GmbH bietet eine Sanftanlauffunktion und eine Überlastkupplung sowie die Möglichkeit zur Erhebung von Betriebsdaten und deren Weiterleitung zur Überwachung. Die integrierte Elektronik ist als kompakte Lösung in einer geschützten Umgebung im Anschlusskasten des Elektromotors untergebracht.

Beurteilung, Anzeige und Meldung des Drehmomentverlaufs

Torque-Control-4.0 führt zur Beurteilung, Anzeige und Meldung des Drehmomentverlaufs eines Prozesses schnelle und genaue Messungen von sowohl Strom als auch Spannung durch. Die Parameter können so eingestellt werden, dass der Antrieb im Falle einer Überlastung abgeschaltet werden kann und so Schäden am Antriebsstrang vermieden werden. Gleichzeitig kann die Elektronik den Anlaufstrom wie bei einem herkömmlichen Softstart begrenzen.

Darüber hinaus kann Torque-Control-4.0 durch die kontinuierliche Lastpunktüberwachung die Magnetisierung des Motors durch die Anpassung der Spannung ändern. Dadurch soll sich der Wirkungsgrad des Motors im Teillastbereich um bis zu 25 % erhöhen. Gemeinsam tragen all diese Funktionen laut Unternehmen zur Verbesserung der Regelbarkeit netzbetriebener Standard-Elektromotoren und der über sie verfügbaren Daten bei.

Diese Lösung, die für eine Vielzahl von Anwendungen mit einer Leistungsaufnahme bis zu 3 kW entwickelt wurde und in Schutzart IP65 erhältlich ist, soll auch unter erschwerten Bedingungen zuverlässig funktionieren. Für Anwendungen zum Materialtransport, Intralogistik oder Verfahren, die ein Anlaufen unter Last und außerdem einen guten energetischen Wirkungsgrad sowie eine schonende Leistungsabgabe und kontinuierliche Datenerfassung erfordern, ist diese Lösung geeignet.

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