Windenergie Moog übernimmt Windenergieunternehmen Insensys
Die amerikanische Moog Inc. hat für 15,7 Mio. USD in bar 70% der Anteile an der britischen Firma Insensys Ltd. erworben. Insensys ist ein führender Anbieter von Systemen für die Rotorblattwinkelregelung (Pitch-Control) und Rotorblattüberwachung für Windturbinen.
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Rotorblattverstellsysteme ermöglichen die Veränderung der Neigung der Rotorblätter zum Wind und somit eine Regelung bzw. Begrenzung der Last der Turbine und eine optimale Effizienz. Durch diese Investition erweitert Moog sein Lösungsspektrum im Bereich der Blattwinkelregelung für eine höhere Effizienz und Lebensdauer von Turbinen.
Überwachungssysteme mit Glasfasersensoren bieten deutlich bessere messtechnische Möglichkeiten
„Die Übernahme von Insensys stärkt unser technologisches Produktportfolio, unsere Fachkompetenz und auch die Beziehungen mit Kunden aus dem Sektor für alternative Energien,“ sagt der President der Moog International Group, Steve Huckvale. „Die Verwendung von Echtzeitdaten verbessert zum einen die Turbinenleistung und senkt zum anderen die Betriebskosten einer Windturbine. Die Überwachungssysteme mit Glasfasersensoren von Insensys bieten deutlich bessere messtechnische Möglichkeiten und mehr „Datenintelligenz“ - für Turbinen- und Rotorblatthersteller sowie für Windparkbetreiber und sind daher sicherlich ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal.“
Die Blattwinkelregelung von Insensys erlaubt es dem Betreiber, jedes einzelne Rotorblatt je nach Windverhältnissen zu verstellen, wodurch die Belastung der Blätter reduziert, die Effizienz der Anlage optimiert, die Zuverlässigkeit erhöht sowie die Material- und Konstruktionskosten reduziert werden. Durch die ständige präzise Überwachung der Leistungsabgabe sorgt das Rotorblattüberwachungssystem für eine höhere Sicherheit und Lebensdauer der Turbine, sowie eine Senkung der Wartungskosten.
Preventive Instandhaltung von zentraler Bedeutung
Eine preventive Instandhaltung ist für Windparkbetreiber von zentraler Bedeutung, da die Kosten für das Herunterfahren einer Windanlage und die nachfolgende Instandsetzung einer Turbine sehr hoch sind. Wichtiger als eine vorausschauende Instandhaltung ist nur der Schutz der Millionen Euro teuren Windturbine gegen einen Totalausfall. Mit seiner Rotorblattüberwachungstechnik erreicht Insensys beides.
Über 1.000 Systeme und 20.000 Sensoren, die von weltweit und regional führenden Windturbinenherstellern eingesetzt werden, sind ein Beleg dafür, wie die bewährten Lösungen von Insensys für Eis-, Blitzschlag-, Drehungleichgewichts- und Schadenserkennung teure Stillstandzeiten vermeiden sowie für mehr Sicherheit und niedrigere Wartungskosten sorgen.
Bestehende Moog-Lösungen werden ideal ergänzt
„Wir sind davon überzeugt, dass die Einbindung unserer Lösungen in die Rotorblatt-Verstellsysteme von Moog für Windturbinenhersteller weltweit nur von Vorteil sein wird. Die Turbinenhersteller stehen heutzutage vor einer Reihe von konstruktionstechnischen Herausforderungen, und für einige davon bieten wir mit unseren Produkten die richtige Lösung,“ so Martin Jones, Mitbegründer und Geschäftsführer von Insensys. „Neben Technologien für die Blattwinkelregelung und eine vorausschauende Instandhaltung bietet Insensys auch ein System zur Konstruktionsprüfung und Qualifizierung der Rotorblätter, das die bestehende Moog-Lösung für die statische und dynamische Rotorblattprüfung ideal ergänzt.“
Moog entwickelt und baut schon seit über zehn Jahren Produkte und Systeme für die Windenergiebranche. In 2008 hat Moog mit dem Erwerb einer 40-Prozent-Beteiligung an der Windenergiesparte der LTi REEnergy GmbH, ein führender Anbieter von elektrischer Antriebstechnik und Komponenten für Windenergieanlagen, sein Produktangebot in diesem Bereich weiter ausgebaut.
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