Handhabung

Modular und flexibel erweiterbare Mikromontagezelle

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Basis aus verwindungssteifem C-Stahlgestell

Ausschlaggebend für die hohe Präzision der aiPRESS ist der Antriebsstrang, dessen Basis ein massives und verwindungssteifes C-Gestell aus Stahl bildet. Anstelle der konventionellen Pinolenführung wird eine Präzisionsführung mit Kugelrollspindel eingesetzt. Positionierungsfehler, die durch die Auslenkung einer Pinole entstehen können, sind damit ausgeschlossen.

Ein Konfigurationssystem sorgt dafür, dass sich der Antriebsstrang exakt an den benötigten Kraftbereich anpassen lässt. Der Servoantrieb arbeitet somit immer unter optimalen Betriebsbedingungen. „Prozessfaktoren wie Vorschubkraft, Verfahrgeschwindigkeit, Positionierzeit und Genauigkeit können exakt an den Antriebsstrang angepasst werden“, sagt Moser. Die Baureihe ist optional mit einem Wegmesssystem ausgestattet. Dieses erfasst die absolute Position über die gesamte Wegstrecke mit einer Exaktheit von weniger als 1 µm. Bei dieser hochpräzisen Fügeaufgabe kann die Presskraft bis auf 10 N genau gemessen werden.

Intelligenter Kraft-Weg-Monitor

Um den Pressvorgang zu überwachen und den Verlauf grafisch darzustellen, hat IEF Werner die Baureihe mit dem intelligenten Kraft-Weg-Monitor aiQ-CONTROL ausgestattet. Anhand eines Kraft-Weg-Verlaufs werden die Ergebnisse auf dem Monitor anzeigt. Dieser beinhaltet zudem verschiedene Funktionen wie Hüllkurven, Fenster und Kraft-Weg-Barrieren. Damit lassen sich die Messgrößen, die in bestimmten Relationen zueinander stehen, exakt überwachen. „Für uns stand bei der Entwicklung dieser Servopressen-Baureihe eine energieeffiziente Arbeitsweise im Vordergrund“, sagt Moser. „Für den einschichtigen Betrieb fallen pro Jahr lediglich Stromkosten in Höhe von 20 Euro an.“

Direkt in die Pinole der aiPRESS-Serie ist zudem ein Vakuum- oder Druckluftanschluss integriert. Somit müssen dem Werkzeug keine Versorgungsleitungen von außen zugeführt werden. Die gesamte Baureihe deckt einen Kraftbereich von umgerechnet 20 kg bis 3 t ab.

Mit dem verpressten Bauteil fährt der Werkstückträger nun auf der X-Achse zurück in seine Ausgangsposition. Der erste Sauggreifer entnimmt es und fährt damit zur zweiten Bildverarbeitung, die die Bohrungen auf Späne prüft. Je nach Ergebnis sortiert das System die kompletten Bauteile nach „Gut“ oder „Nacharbeit“. Die Taktzeit pro Bauteil beträgt insgesamt nur 15 s. Diese kurzen Taktzeiten lassen sich unter anderem auf Grund überlagerter Prozesse realisieren. So läuft die Wellenvorprüfung parallel zum eigentlichen Montagevorgang, dem Verpressen, ab.

Antriebe stoppen bei Gefahr sofort

„Eine weitere Anforderung des Kunden bestand darin, die Montagezelle sicher zu gestalten, so dass auf Schutzgitter verzichtet werden kann. Deshalb setzen wir hier auf Linearachsen mit geringer Antriebsleistung“, erklärt Ulrich Moser. Diese sind hochgenau, bringen aber nur geringe Kräfte auf, die vollkommen ausreichend für diese Anwendung sind. „Kommt eine Hand in einen sonst kritischen Bereich, stoppen die Antriebe sofort. Dadurch erreichen wir die geforderten Sicherheitsvorschriften und gewährleisten für Maschinenbediener die Zugänglichkeit zum Arbeitsraum.“

Die aiPRESS ist zudem standardmäßig mit einer integrierten, Schutzverkleidung aus Polycarbonat und mit einem automatischen Öffnungs- und Schließmechanismus ausgerüstet. Damit hat der Anwender keinen Zugang zum Gefahrenbereich der Presse. (jv)

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