Planetengetriebe Moderne Getriebe senken CO2-Ausstoß
1.250 Teilnehmer haben am internationalen VDI-Kongress „Getriebe in Fahrzeugen“ teilgenommen. Dabei stand die gesetzliche Vorgabe, dass der durchschnittliche CO2-Ausstoß ab 2021 nicht mehr als 95 Gramm betragen darf, in unterschiedlichen Aspekten im Mittelpunkt.
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Unter dem Motto „95 Gramm – wirtschaftlich und komfortabel!“ haben hochrangige Vertreter der Getriebebranche den internationalen VDI-Kongress „Getriebe in Fahrzeugen“ gestaltet. Nach der Kongress-Eröffnung durch Tagungsleiter Dr.-Ing. Hans-Jörg Domian hielt Dr. Stefan Sommer, Vorstandsvorsitzender von ZF Friedrichshafen, den ersten Plenarvortrag zum Thema „Markttrends und Technologien aus Sicht eines Zulieferers“. Er machte deutlich, dass es weiterhin ein großes Wachstum am chinesischen Markt für Pkw und Baumaschinen gibt.
BMW gibt Einblick in den Sportwagenantriebsstrang der Zukunft
Einen spannenden Einblick bot anschließend auch der Vortrag von Julius Teske von BMW über den „Sportwagenantriebsstrang der Zukunft“. Er stellte das Fahrzeugkonzept des i8 vor, dessen ersten Exemplare Anfang dieses Monats an Endkunden ausgeliefert wurden. Der erste Plug-in-Hybrid der BMW Group hat einen kombinierten Kraftstoffverbrauch von 2,1-0 Liter pro 100 km, die kombinierten CO2-Emissionen betragen 49-0 g pro km. Teske ging auf das Antriebskonzept straßengekoppelter Plug-in-Hybride ein und gewährte Einblicke in die Konzeption und Realisierung eines Hochleistungs-Dreizylinder-Plug-in-Hybrid Antriebsstrangs sowie die Betriebsstrategie.
Zum Thema stufenlose Getriebe (speziell Continuously Variable Transmissions, CVTs) stellte Takashi Shibayama von JATCO die aktuell weltweiten Markttrends vor. Seiner Erfahrung nach haben CVTs in vielen Märkten Zukunft, da sie hochwertig und leistungsstark sind.
Effiziente konventionelle und hybridisierte Antriebe
Dr. Andreas Schamel vom Ford Forschungszentrum Aachen, Mitglied des Programmausschusses des Getriebekongresses, moderierte den Vortragsstrang zum Thema „Hybrid“. Er betont: „Da der Übergang zur Elektromobilität nur schrittweise erfolgen wird, werden weiterhin effiziente konventionelle und hybridisierte Antriebe vorherrschen und hierbei werden die Getriebe eine zentrale Rolle haben, um die gestiegenen CO2 Anforderungen zu erfüllen.“
Die zunehmende Elektrifizierung des Antriebsstranges spielte auf dem Getriebekongress grundsätzlich eine wichtige Rolle. „Die auf der Tagung gegebenen Antworten auf die damit verbundenen Herausforderungen wie z.B. Stopp/Start-Fähigkeit oder intelligente und kundengerechte Gestaltung von Hybrid- oder Voll-Elektro-Fahrzeugen sind von größtem Interesse und für die komplette Branche im globalen Verbund“, sagt Dipl.-Ing. Volker Heinz von Borg Warner, ebenfalls Mitglied im Programmausschuss des VDI-Kongresses.
Während des zweitägigen Kongresses haben 1.250 Teilnehmer innovative Ideen und Entwicklungen der Getriebebranche in Friedrichshafen verfolgt sowie die begleitende Fachausstellung besucht und Kontakte geknüpft.
Der nächste Getriebekongress findet vom 16. bis 17. Juni 2015 wieder in Friedrichshafen statt. (jup)
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