Wälzlager Mit Spindellagern die optimale Lagerung finden
An Werkzeugmaschinen werden oft wechselnde Anforderungen gestellt. Um dann die an die Lagerung gestellten Bedingungen zu erfüllen, lassen sich Spindellager mit optimiertem Kugelanlagewinkel einsetzen.
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Spindellagern sind Radial-Schrägkugellager nach DIN 628-6 mit erhöhter Genauigkeit und in der Regel mit einem Berührungswinkel von 15° oder 25°. Meist werden sie im Werkzeugmaschinenbau und dort satzweise in Arbeitsspindeln eingesetzt.
Dabei eignet sich die 15°-Ausführung eher für höhere Drehzahlen und vorrangig radialer Belastung. Die Lastaufnahme bzw. Steifigkeit in axialer Richtung ist hingegen vergleichsweise gering. Zudem stellt sich bei hohen Drehzahlen ein noch geringerer Kugelanlagewinkel ein, da die auf die Wälzkörper wirkende Zentrifugalkraft die Kugeln radial nach außen drückt.
Lager mit einem Druckwinkel von 25° hingegen können Axialkräfte sehr gut abstützen und sind unempfindlich gegenüber Winkelverlagerungen, die aus Fliehkraft oder äußerer Belastung herrühren. Zwangsläufig resultiert daraus allerdings eine erhöhte Reibung, so dass eine deutlich geringere Drehzahleignung in Kauf genommen werden muss.
Problematische Lagerauswahl bei wechselnde Anforderungen in Werkzeugmaschinen
Moderne Werkzeugmaschinen sind häufig Mehrzweckmaschinen mit wechselnden Anforderungen, wie zum Beispiel Bearbeitungszentren, Drehmaschinen mit Zusatzspindeln und angetriebenen Werkzeugen oder Universalschleifmaschinen für Innen- und Außenbearbeitung. Die dabei an die Lagerung gestellten Bedingungen sind mit einer Entweder-Oder-Entscheidung bezüglich der oben genannten Berührungswinkel oft nur unzureichend zu erfüllen.
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