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Oberflächenschutz: Kleinteile beschichten
Aber nicht nur in der Medizin und bei Lebensmitteln werden beheizte Schläuche als bewegliches Bindeglied zwischen Vorratstank und Beschichtungstrommel eingesetzt. Auch um Kleinteile zu beschichten, transportiert der Betreiber die Beschichtungssubstanz, ob Lack, Korrosionsschutzmittel oder andere oberflächenschützende Materialien, über beheizte Schlauchleitungen.
Bei der Trommelbeschichtung von Kleinteilen dient die Schutzschicht als Dekoration oder erfüllt den Zweck einer Funktionsbeschichtung. Hier können die beweglichen Heizschläuche viele verschiedene Verwendungen finden, die Ausführungen der Heizschläuche sind laut Hersteller für diese Anwendungen fast ebenso vielfältig wie die Anwendungen selbst.
Schläuche heizen bis 80 °C
Es kommen hauptsächlich zwei Arten von Schlauchwerkstoffen zum Einsatz. Für die Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie werden häufig NBR-Schläuche mit oder ohne Stahlspirale als Grundschläuche eingesetzt. Die zweite Variante sind glatte PTFE-Mittel- und Hochdruckschläuche. Die von Hillesheim entwickelten HL40/HL80-Heizschläuche mit einvulkanisierten Heizleitern in der Schlauchwand decken hauptsächlich die NBR-Versionen ab. Bei dieser Konstruktion wird der Heizleiter, in der Regel ein PTFE-isolierter Heizleiter, direkt in die Schlauchwand eingearbeitet. Der Heizleiter befindet sich somit nur wenige Millimeter entfernt von der Schlauchinnenwand und wirkt gezielt auf die zu fördernde Substanz.
Dieser Aufbau eignet sich für Anwendungen ab DN 16 bis DN 150 und für Druckanwendungen, je nach Nennweite, bis 10 bar. Handelt es sich um Ausführungen mit zusätzlicher innenliegender Stahlspirale, ist der Schlauch auch für Druck- und Sauganwendungen einsetzbar. Ob mit oder ohne innenliegender Stahlspirale, beide Aufbauten können bis maximal 80 °C Betriebstemperatur eingesetzt werden.
Die mechanische Anbindung an die Pumpe oder die Beschichtungstrommel erfolgt in der Regel über Standardarmaturen. Hier sind je nach Branche alle gängigen Armaturen umsetzbar. Ob Schlauchkegelstutzen mit Nutmutter bei der Milchrohrverschraubung nach internationalen Normen, ob Klemmverbindungen oder Flanschanschlüsse, ob Außengewinde zum Anmontieren einer Tankwagenarmatur – die technischen Möglichkeiten decken laut Hersteller die Bandbreite der verfügbaren Schlaucharmaturen ab.
Auch höhere Temperaturen möglich
Will ein Anwender Heizschläuche in Temperaturbereichen über 80 °C einsetzen, kann er die Standardheizschlauchversionen H100 oder H200 verwenden, die bis maximal 100 °C bzw. 200 °C reichen. Diese Konstruktionen sind auch für kleine Nennweiten ab DN2 auf PTFE-Basis möglich. Als glatter PTFE-Innenschlauch erreicht die Konstruktion Nennweiten bis DN50. Unter Einhaltung der vorgegebenen technischen Richtlinien nach Atex können die Heizschläuche auch für den Einsatz in Ex-Zone 1 oder 2 produziert werden. Bezüglich der Anschlussarmaturen gilt auch hier, dass alle gewünschten und umsetzbaren Armaturen in vielen Werkstoffen anmontiert werden können.
Bis zu bestimmten Maximalwerten, in der Regel bis 120 °C, können die Heizschläuche mit selbstbegrenzenden Heizbändern beheizt werden. Das gilt, je nach Nennweite, Druck und maximaler Betriebstemperatur, sowohl für die NBR-Konstruktion als auch für die PTFE-Druckschlauchleitungen. Inwiefern diese Heizschläuche für die gewünschte Anwendung technisch sinnvoll ist, muss jedoch gemeinsam mit einem Fachmann erörtert werden. (kj)
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