Metalle Metall-Werkstoffdatenbank erleichtert die Materialauswahl
Basierend auf den Erfahrungen der IMA Dresden im Bereich der Entwicklung von Werkstoff- und Firmendatenbanken wurde für Metalle ein modulares System „Wissensmanagement der Werkstofftechnik“ für die Anwendung in der Praxis entwickelt und bereits in Unternehmen erfolgreich eingeführt.
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Die betriebliche Praxis wird zunehmend von Projektdruck geprägt. Mit der Globalisierung und steigender Konkurrenz durch enger werdende Märkte genügt es nicht mehr, ein gutes Produkt zu fertigen, es kommt vielmehr darauf an, schnell und flexibel auf die Markterfordernisse zu reagieren und in kurzer Zeit innovative Produkte zu platzieren. Vor diesem Hintergrund nehmen die Informationen zu Werkstoffen und Technologien im Produktentwicklungsprozess eine dominante Stellung ein.
Die von der IMA Dresden entwickelte Software „Wissensmanagement der Werkstofftechnik“ hat folgende Kernelemente zum Inhalt:
- - die Werkstoffdatenbank WIAM-METALLINFO für Werkstoffauswahl und Werkstoffinformation,
- - die Fachdatenbank WIAM-FLIESS zum Umformverhalten,
- - das Fachmodul „Umformverhalten“ exemplarisch zur firmenspezifischen Erweiterung
- - das Entwicklungstool FIDAT (Autorensystem zur Entwicklung weiterer Fachmodule)
- - das Dokumenten-Informations-System (DIS) exemplarisch zur firmenspezifischen Erweiterung.
Die Basisdatenbank WIAM-METALLINFO
Als eine der tragenden Säulen des Wissensmanagement-Systems unterstützt die Werkstoffdatenbank WIAM-METALLINFO schnell, umfassend und zuverlässig den Informationssuch-, -auswahl- und -bereitstellungsprozess.
Mit der aktuellen Werkstoffdatenbank WIAM-METALLINFO Online können neben dem Abrufen von Werkstoffdaten aus Normen, Literatur und Prüfberichten auch ein weltweiter Werkstoffvergleich durchgeführt werden.
Die modular aufgebaute Datenbank bietet sowohl für die Anwendung unter MS Windows als auch im Firmenintranet denn schnellen Zugriff auf Daten des Metallbereichs mit den Gebieten Stahl, Stahlguss und Gusseisen, NE-Metalle (Guss + Knet) und Sintermetalle mit über 5.000 eigenständigen Werkstoffen und mehr als 150.000 Modifikationen.
Die Module WIAM-ZYK und WIAM-FLIESS
Neben den Basisinformationen nehmen die neuen und erweiterten Module zum Schwingfestigkeits- und Umformverhalten eine dominante Rolle mit Blick auf Bauteil- und Werkzeugsimulation sowie -dimensionierung ein.
Das Modul Schwingfestigkeitsverhalten WIAM-ZYK wurde neu strukturiert und wird mit Werkstoffkenndaten (z. B. statisch, zyklisch), Funktionen (Wöhler- und Lebensdauerlinien), Stammdaten (zu Rohmaterial, Halbzeug, Bauteil) und Proben- und Versuchscharakterisierung als WIAM-ZYK Online für die Anwendung in weltweiten Firmenintranets bereitgestellt.
Das Modul Fließkurven WIAM-FLIESS mit Fließkurven, Kenndaten für die Blech- und Massivumformung in Abhängigkeit von Walzrichtung, Temperatur und Umformgeschwindigkeit für Stähle und NE-Metalle wurde entwickelt und in WIAM-METALLINFO integriert. Weitere umformrelevante Kenndaten, beispielsweise zum Verfestigungs- und Anisotropieverhalten ergänzen das Modul.
Das Autorensystem FIDAT
Mit Hilfe des Autorensystems FIDAT kann eine firmenspezifische Datenbank, auch werkstoffgebietsunabhängig, definiert mit Daten gefüllt und zu einem beliebigen Zeitpunkt sowohl definitions- als auch datenmäßig geändert werden. Die Kopplung von WIAM-METALLINFO und der firmenspezifischen Datenbank wird durch ähnliche Strukturen gesichert. Dabei ist eine gemeinsame oder auch getrennte Auswertung beider Datenbanken gewährleistet. Die Integration von firmenspezifischen Objekten wie XLS, BMP, PDF, DOC ist möglich. Der Anwender ist in der Lage, Firmendatenbanken sowohl als Windows-Anwendung als auch Intranet-Anwendung zu erstellen.
Die Weiterentwicklung
Die Werkstoffdatenbank WIAM-METALLINFO wird kontinuierlich, vierteljährlich aktualisiert. Schwerpunkte sind neben der Europa-Normung die Integration von aktuellen Prüfdaten. Die Entwicklung neuer Module ist eine logische Konsequenz. So befindet sich zurzeit das Modul für Spannungs-Dehnungs-Kurven in der Entwicklung.
Die zunehmenden Anforderungen an die Erzeugnisse und Bauteile erfordern neben dem Einsatz der traditionellen Werkstoffe und Technologien die forcierte Einbringung von innovativen alternativen Werkstoffen. Eine aktuelle Entwicklungsaufgabe ist die Integration von Werkstoffsubstitutionsprozessen innerhalb der Produktentwicklung. Mit dem Aufbau eines Moduls Faserverbundwerkstoffe (FVK) und der Erweiterung von innovativen Gießtechnologien für die Werkstoffgruppen Aluminium und Magnesium werden wichtige Voraussetzungen in WIAM-METALLINFO geschaffen.
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