Werkstoffe Mehrschichtige Kanalplatten für die Fluidtechnik
Der Einsatz von Manifolds aus glasklarem Plexiglas setzt dem Schlauchgewirr ein Ende und ermöglicht völlig neue, kostenoptimierte Lösungen für die Fluidtechnik.
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In der Medizintechnik oder Bio- und Labortechnik spielen ökonomische, vielseitige Lösungen für die für die Fluidtechnik eine wichtige Rolle. Zu diesen Lösungen zählen beispielsweise mehrschichtige Kanalplatten zum Fördern, Mischen oder Regeln von flüssigen und gasförmigen Medien.
Bei diesen auch Manifolds genannten Kanalplatten handelt es sich um besonders anspruchsvolle mehrschichtige durchsichtige Verbunde aus transparenten, glasklaren Acrylglas Plexiglasplatten, die mit Kanälen und Bohrungen versehen sind. Diese Kanäle ersetzen zum Beispiel die Schläuche, die bei vergleichbaren Lösungen zum Einsatz kommen. Gleichzeitig eröffnet die flexibel gestaltbare Kanalführung völlig neue Anwendungen.
Das Unternehmen Hecker Kunststofftechnik aus Dortmund hat sich auf die Anfertigung dieser höchst komplexen Fräs- und Fügeteile spezialisiert: Ein von Hecker entwickeltes Verfahren ermöglicht den dichten Verbund von FDA-konformem Plexiglas ohne unerwünschter Kleb- oder Dichtstoffe. So bleibt das Material glasklar.
Die Fertigung eines Manifolds umfasst mehrere Arbeitsgänge. Sie erfolgt auf Basis der jeweiligen Kundenvorgaben, bei dem auch die Konstruktionsverantwortung liegt. Dabei steht Hecker seinen Kunden bei Bedarf in der Konstruktionsphase mit Rat und Tat bei, um eine ideale Lösung zu erzielen.
Im nächsten Schritt beginnt die Fertigung mit der mechanischen Bearbeitung, bei der die erforderlichen Kanäle in die 12 mm bis 70 mm starken Plexisglasplatten gefräst und eventuelle Bohrungen angebracht werden. Abschließend werden die so vorbehandelten Platten erwärmt und dann in einem Walzenstock gegeneinander gewalzt. Auf diese Weise können bereits bei kleineren Losgrößen hohe Kundenanforderungen hinsichtlich Präzision und Optik erfüllt werden.
Vorteile durch bessere Optik und reduzierte Bautiefe
Der Konstrukteur profitiert auf verschiedene Weise von Kanalplatten aus Plexiglas. Ein Vorteile erschließt sich auf den ersten Blick: Ein unübersichtliches, voluminöses Schlauchgewirr entfällt und wird durch ein optisch brillantes und kompaktes Bauteil ersetzt. Gleichzeitig ermöglicht die verringerte Einbautiefe Platz sparende Geräte- und Gehäusedesigns.
Die geringere Zahl an Montagekomponenten und die eindeutige Zuordnung bei vorgegebener Kanalführung verkürzt die Montagezeiten des Fachpersonals – die Kosten sinken. Durch die reproduzierte Kanalführung erhöht sich dieser Produktivitätsvorteil in der Serie um ein Vielfaches.
Schließlich sinkt mit der Zahl der Komponenten auch die Zahl möglicher Fehlerquellen, die sich auf die Anschlusselemente beschränken, Verbindungselemente entfallen. Die vordefinierte Kanalführung schließt Anschlussfehler aus. (jv)
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