Additive Fertigung

McLaren druckt Tausende von Formel-1-Bauteilen mit Stratasys-Technik

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3D-Druckteile beweisen ihre Vorteile im Windkanal

Die Stereolithographie sowie die Materialien haben sich weiterentwickelt und damit die Art und Weise, wie McLaren sie einsetzt, macht Tim Chapman, Leiter der Additiven Fertigung bei McLaren Racing, klar. Es gehe dabei längst nicht mehr nur um Prototypen, sondern die Experten produzierten jetzt viele Komponenten und Werkzeuge in Originalgröße.

Eine der Hauptanwendungen, in denen das Rennteam den größten Nutzen seiner Neo800-Drucker der nächsten Generation sieht, sind Windkanaltests, wie es weiter heißt. Denn das Team verwendet bereits 60 Prozent der Modelle im Originalmaßstab, um das aerodynamische Verhalten des ganzen Rennwagens zu optimieren und mehr Abtrieb zu erzielen, der den sogenannten Grip erhöht. Auch die aerodynamischen Belastungen auf der Vorder- und Rückseite des Boliden können so ausgeglichen werden.

Windkanaltests gelten demnach immer noch als unerlässlich, wenn es darum geht, zu beurteilen, wie alle Oberflächen zusammenwirken, was entweder an einer Baugruppe oder am kompletten Fahrzeug untersucht wird. Die 3D-Drucker der Neo-Serie hätten dabei geholfen, die Vorlaufzeiten für die aerodynamischen Windkanaltest-Komponenten und -Projekte drastisch zu verkürzen.

Mit der stereolithographischen 3D-Drucktechnik von Stratasys kann McLaren nun die Vorlaufzeit für Windkanaltest-Komponenten, wie diese hier, die zukünftigen Formel-1-Boliden zum Sieg verhelfen sollen, stark verkürzen.
Mit der stereolithographischen 3D-Drucktechnik von Stratasys kann McLaren nun die Vorlaufzeit für Windkanaltest-Komponenten, wie diese hier, die zukünftigen Formel-1-Boliden zum Sieg verhelfen sollen, stark verkürzen.
(Bild: McLaren)

3D-Druck ist mehr als das Zünglein an der Waage

Der britische Formel-1-Rennstall muss außerdem festhalten, dass die präzisen Komponenten aus den Stratasys-Druckern nur eine minimale manuelle Nachbearbeitung erforderten, was einen wesentlich schnelleren Durchsatz im Windkanal ermögliche. Zusätzlich zum Vorteil der raschen Fertigung könne McLaren nun auch Windkanaltest-Bauteile mit höchster Genauigkeit bis ins Detail und sehr gutem Oberflächenfinish genießen. So konnten übrigens auch die Tests an sich verbessert und neue Ideen zur Leistungssteigerung gefunden werden, wie betont wird. Alles Vorteile, die mit Blick auf die kurzen Fristen für die Auslieferung der Rennwagen für den nächsten Lauf und auf kleinste Designanpassungen den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage bestimmen können.

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