Sicherheitslichtgitter

Maximaler Schutz durch richtige Installation von Lichtgittern

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Mindestsicherheitsabstand berechnen

Lichtgitter wie hier für den Körperschutz müssen einen Mindestsicherheitsabstand zur Gefahrenquelle haben. Hierbei ist die Nachlaufzeit einer Maschine oder Anlage unbedingt zu berücksichtigen.
Lichtgitter wie hier für den Körperschutz müssen einen Mindestsicherheitsabstand zur Gefahrenquelle haben. Hierbei ist die Nachlaufzeit einer Maschine oder Anlage unbedingt zu berücksichtigen.
(Bild: IPF Electronic GmbH)

Der Mindestsicherheitsabstand eines senkrecht montierten ESPE wird mit folgender Formel berechnet: S = K (t1+t2) + C. S ist der Sicherheitsabstand in mm, K die Annäherungsgeschwindigkeit in mm/s, t1 die Ansprechzeit der ESPE in Sekunden, t2 die Nachlaufzeit der Maschine in Sekunden und C der zusätzliche Abstand, der die Möglichkeit berücksichtigt, dass ein Objekt vor dem Ansprechen des Sicherheitslichtgitters in den Gefahrenbereich gelangt. Je nach Auflösung eines Sicherheitslichtgitters wird C unterschiedlich bewertet: Ist die Auflösung > 40 mm (Körperschutz) ist C = 850 mm. Bei einer Auflösung ≤ 40 mm lautet die Formel C = 8 (R - 14).

Nachlaufzeit korrekt bewerten

Bei der Berechnung des Mindestsicherheitsabstandes und insbesondere der Bewertung der Nachlaufzeit einer Maschine (t2) kommt es mitunter zu irrtümlichen Einschätzungen. Ein Grund hierfür ist teilweise die Auffassung, eine Maschine stehe bei einem ausgelösten Notstopp sofort still, was jedoch in der Regel nicht der Fall ist. Immerhin geht es nicht um Sekunden, sondern um Millisekunden bis zu einem absoluten Stopp, wie ein Beispiel verdeutlicht.

Sicherheitslichtgitter der Reihe OY32 für den Fingerschutz haben eine Auflösung (R) von 14 mm. Gemäß der genannten Formel für Geräte mit einer Auflösung ≤ 40 mm würde die Berechnung des Faktors C (zusätzlicher Abstand) folgendes Ergebnis liefern: 8 (14-14) = 0.

Sicherheitsabstand ermitteln

Zum Ermitteln des Sicherheitsabstandes bleiben die Varia­blen für die Annäherungsgeschwindigkeit (K) sowie die Zeiten (t1 und t2), wobei K mit 2 m/s spezifiziert ist. Der Abstand des Sicherheitslichtgitters zum Gefahrenbereich ergibt sich somit aus der Summe der Ansprechzeit und der Maschinenlaufzeit (jeweils in ms) multipliziert mit 2 (K). Benötigt eine Maschine z.B. 50 ms für einen vollständigen Stopp und hätte ein Lichtgitter eine Ansprechzeit von 11 ms, müsste der rechnerische Abstand der Schutzeinrichtung für den Fingerschutz 122 mm vom Gefahrenbereich betragen. Bei einer Nachlaufzeit einer Maschine von 500 ms betrüge der erforderliche Abstand des Sicherheitslichtgitters schon 1022 mm.

Mit Blick auf das Beispiel ist zu berücksichtigen, dass für den Wert K beim Finger-, Hand- und Körperschutz eine Ausnahmeregel existiert. Ist der berechnete Abstandswert ≤ 500 mm, so wird K wie beschrieben mit 2000 mm/s spezifiziert. Ergibt die erste Berechnung jedoch > 500 mm, so darf für K eine Annäherungsgeschwindigkeit von 1600 mm/s angesetzt werden. Würde diese Regel für das genannte Beispiel angewendet, wäre bei einer Nachlaufzeit von 0,5 s der Abstand des Sicherheitslichtgitters immer noch 817,6 mm.

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