Steckverbinder M12 Steckverbinder mit voller Power

Redakteur: Juliana Pfeiffer

Der M12 Steckverbinder wurde ursprünglich als Anschlusselement für die steckbare Sensorik entwickelt. Heute wird dieser Steckverbinder auch für Power eingesetzt.

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Ein typischer Anwendungsbereich der T-kodierten Version bis 12 A/60 V ist die DC-Versorgung.
Ein typischer Anwendungsbereich der T-kodierten Version bis 12 A/60 V ist die DC-Versorgung.
(Bild: Franz Binder)

Der M12 Steckverbinder wurde ursprünglich als Anschlusselement für die steckbare Sensorik entwickelt. Im Sensor wurde die Stiftseite und im Kabel die Dosenseite abgebildet. Der Grund war die Zuführung der Spannung zum Sensor und damit die Berührsicherheit. Da hier nur zwei Kontakte für die Spannungsversorgung und zwei für das Signal (Öffner/Schließer) erforderlich waren, ist heute die 4-polige Version die am meisten verbreitete. Die vier Kontakte haben einen Steckdurchmesser von 1 mm. Die Verschmutzungsanzeige war bei verschiedenen optische Sensoren eine zusätzliche Anforderung. Diese konnte mit dem fünften Kontakt im Zentrum des Steckbildes realisiert werden. Mit diesem System ist es möglich 4 A zu übertragen - für die Funktion von Sensoren völlig ausreichend. Auch für die Aktorik kann der M12-Steckverbinder eingesetzt werden solange der Strom 4 A nicht übersteigt. Ist die Spannung höher, muss oftmals auf die „Würfelstecker“ nach DIN EN 175301-803 zurückgegriffen werden.

Anforderungsprofil reicht von Ölbeständigkeit bis Outdoor-Einsatz

Kennzeichnend für den M12 Steckverbinder ist der Industrieeinsatz. Während es am Anfang nur um die ausreichende Schutzart IP67 ging, reicht das Anforderungsprofil inzwischen von Ölbeständigkeit über Lebensmittelverarbeitung bis zum Outdoor-Einsatz. Damit hat das M12-System seine weltweite Dominanz als Industriesteckverbinder angetreten. Ermöglicht wurde dies zum einen durch die internationale Normung und zum anderen durch Erschließung weiterer Anwendungsgebiete. Die Polzahl auf gleichem Bauraum zu erhöhen war die eine Entwicklung, weitere Funktionalitäten über verschiedene Kodierungen und die Schirmmöglichkeit zu erschließen die andere. Inzwischen existiert eine Vielzahl von Lösungen, die auf der einen Seite das genormte Steckbild sicher stellen, auf der anderen Seite dem Anwender beim Geräteeinbau oder bei der Art der Konfektionierung angepasste Lösungen bieten.

Eine offene Marktanforderung ist die Anwendung des M12 Steckverbinders als Versorgungsstecker für höhere Leistungen. Damit wäre es möglich bei vielen Anwendungen auf bewährte, kompakte, genormte, weltweit verfügbare Technik zurückzugreifen. Das heißt im Wesentlichen, die Anschlussmöglichkeit eines Kabels mit größerem Durchmesser und größeren Querschnitten.

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