Low-cost Lineareinheiten Low-cost Lineareinheiten inklusive Motor von igus

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Ullrich Höltkemeier / Karl-Ullrich Höltkemeier

Seit der Vorstellung von drylin E auf der Hannover Messe 2011 ist einiges passiert. Das Baukastensystem für kostengünstige, schmier- und wartungsfreie Linearantriebe von igus hat erfolgreich eine kleine Nische unterhalb klassischer High-Tech-Lineareinheiten für den hochtechnisierten Anlagenbau besetzt. Vor allem Kunden mit kleinem Budget, Einzelanwendungen und preissensiblen Projekt- und Serienfertigungen schätzen die Möglichkeit drylin E-Lineareinheiten einfach online zu konfigurieren und sie problemlos ab Stückzahl eins kaufen zu können.

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drylin E - Flexibel und vielseitig: ob mit Spindel oder Zahnriemen, Schrittmotor mit oder ohne Encoder und/oder Bremse, das Setup bestimmt der Käufer. (Bilder: igus)
drylin E - Flexibel und vielseitig: ob mit Spindel oder Zahnriemen, Schrittmotor mit oder ohne Encoder und/oder Bremse, das Setup bestimmt der Käufer. (Bilder: igus)

Aktuelle Trends der Lineartechnik sind laut Dipl.-Wirt.-Ing. Stefan Niermann, Produktmanager drylin Linear- und Antriebstechnik bei igus: Kurze Lieferzeiten, Schmiermittelfreiheit und das Ganze für jede individuelle Lösung möglichst preiswert. Ganz neu bei igus gibt es jetzt drylin E das Baukastensystem für kostengünstige, schmier- und wartungsfreie Linearantriebe von igus.

Stefan Niermann weiter: „Ich glaube, dass es in der Lineartechnik, viele Trends gibt. Aber das genannte ist ein Richtung, die wir bedienen und auch mit weiterentwickeln möchten. Schmiermittelfreiheit ist definitiv wichtig, für jeden Anwender. Natürlich ist Schmierung, dort wo sie benötigt wird unverzichtbar. In vielen Fällen wird sie extern durch Schmiermittelvorrichtungen eingebracht. Die erforderlichen Wartungsintervalle verursachen allerdings zusätzliche Stillstandszeiten und hierdurch hohe laufende Betriebskosten. Deswegen ist der Trockenlauf oder der schmiermittelfreie Lauf natürlich ein gewünschtes Ziel.“

Stefan Niermann ergänzt: „Mit drylin E möchten wir vor allem die Kunden mit kleinem Budget und überschaubaren Projekten ansprechen. Denn Sie schätzen die Möglichkeit unsere Lineareinheiten einfach online zu konfigurieren und sie problemlos ab Stückzahl eins kaufen zu können.

Was aber wünscht sich der Anwender wirklich?

Stefan Niermann: „Nun, es gibt wahrscheinlich mehr als 200 Anbieter von Linearachsen allein in Deutschland und Tausende weltweit. Wer wartet da auf igus? drylin E ermöglicht es dem Anwender eine anschlussfertige Lineareinheit zu bestellen und in das jeweilige Projekt zu integrieren. drylin E-Lineareinheiten bieten durch Ihren Baukastencharakter ideale und gleichzeitig preiswerte Lösungen für Kunden, die eigene Portal-, Handling- und Positioniersysteme konstruieren. Sie können online bis zum Schrittmotor einfach konfiguriert und mit frei ladbaren CAD-Modellen in den Gesamtaufbau integriert werden.

Abgestimmte Zubehörelemente wie igus End- und Referenzschalter, chainflex Motor- und Initiatorleitungen sowie die passenden igus Energiekettensysteme runden den drylin E-Baukasten ab.“

Günstig ist oft genau richtig

In den klassischen kugelgelagerten Linearachsen die auf dem Markt erhältlich sind steckt viel Ingenieurskunst. Ihr Einsatz ist in bestimmten Anwendungen notwendig und alternativlos. Überall dort, wo Kosteneffektivität und Wartungsfreiheit im Vordergrund stehen und eine Präzision im niedrigen Zehntelmillimeter-Bereich ausreicht, ist drylin E die „genau richtige“ und damit passende Lösung.

Stefan Niermann: „Diesem Ansatz entspricht auch die Möglichkeit, dass der Kunde sich die günstigste Achse und den passenden Motor oder gar eigene Motoren nach Wunsch selbst zu seiner Lineareinheit zusammenstellen kann. Ab Stückzahl eins sind sowohl igus-Schrittmotoren als auch komplette Linearachsen mit Motor erhältlich. Dabei liegt der Einstiegspreis für Motoren bei 34 Euro, für Lineareinheiten bei 305 Euro. Alles anwenderfreundlich online konfigurierbar ab Lager erhältlich.“

Elektrische vs. pneumatische Systeme

Zu dieser Thematik erklärt uns Stefan Niermann: „Die Aspekte Energieeffizienz und Kosten eines Systems über den gesamten Lebenszyklus hinweg gewinnen bei der Auswahl von Automatisierungskomponenten immer mehr an Bedeutung. Unter diesen Gesichtspunkten betrachtet gibt es beim Vergleich pneumatisch angetriebener und elektrischer Lineareinheiten einen klaren Kostenvorteil für die elektrischen Lösungen. Denn bei druckluftbetriebenen Lösungen kommen die Kosten für den Bau geschlossener Leitungssysteme sowie für die konstant notwendige Drucklufterzeugung hinzu.

Darüber hinaus sind Wartungskosten, die durch Lecks und Korrosion entstehen, nicht zu vernachlässigen. In einigen Anwendungen sind zudem durch Kondenswasser oder Öl verunreinigte Druckluft bzw. Geräusche entweichender Luft unerwünscht.

Bei Anwendungen die keine konstanten sondern nur unregelmäßige Verfahrbewegungen erfordern, wie etwa bei Formatverstellungen, können elektrisch angetrieben Lineareinheiten ihre Vorteile bei Wartungsarmut und Energieeffizienz ausspielen.“ (Mehr Infos nach dem Umblättern)

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