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Montagesystem

Linearmontagesystem bringt gebogene Nadeln auf Linie

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Service war ein wichtiges Merkmal

Gerade der Service war bei Jouhsen-Bündgens gefragt: Wer 20 Prozessschritte auf 48 Stationen unterbringen muss, möchte sich nicht auch noch um allzu viele Details beim Transportsystem kümmern müssen. Dieter Bartke entschied deshalb, das Linearmontagesystem mehr oder weniger komplett Weiss zu überlassen und orderte ein nahezu einschaltfertiges System mit Steuerung über die Weiss Application Software (WAS) und Inbetriebnahme vor Ort. Nach der Zusammenstellung einer Linie mit zwei Doppel-Arretierstationen in Zwillingsanordnung, 4 Bandstrecken und zwei 180°-Eckumlenkungen konnte sich der Konstrukteur Bartke sofort und ausschließlich auf seinen Prozess konzentrieren.

Der hat es in sich: Aus Rohlingen, bereits angespitzten Drahtstiften mit Durchmessern von 0,2 mm bis 1,6 mm und Längen zwischen 10 mm und 65 mm, fertigt die Anlage medizinische Nadeln in gerader oder gebogener Form mit unterschiedlichen Biegewinkeln. Dazu müssen die Nadelrohlinge aus einem Magazin entnommen und mehrfach geprägt, gebogen und gewendet werden – Arbeitsschritte, bei denen unter anderem mehrere Handlingmodule von Weiss zum Einsatz kommen.

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Hohe Positioniergenauigkeit

„Dabei können wir dank der hohen Positioniergenauigkeit des LS 280 von ±0,03 mm auf ein zusätzliches Ausrichten der Rohlinge verzichten,“ lobt Dieter Bartke das Linearmontagesystem von Weiss. „Lediglich bei der Laserstation werden die Nadeln über drei Linearmotoren indexiert.“ Hier erhalten die Nadeln die Bohrung zur Aufnahme des Fadens. Diese Bohrung verläuft übrigens nicht wie bei Nähnadeln senkrecht, sondern längs des Nadelschafts, so dass der Faden eingesteckt und verpresst werden kann. Damit die Wandung dabei nicht bricht, wird das Nadelende im folgenden Arbeitsschritt weichgeglüht und die Nadel noch weiter veredelt. Pro Minute verlassen so 40 Nadeln die Anlage. Auch bei der Taktzeit schöpft Herr Bartke die Leistungsfähigkeit des LS 280 voll aus und kann so den Output im Vergleich zu einem herkömmlichen Lineartransfersystem fast verdoppeln.

Doppelt so schnell scheint auch die anschließende Inbetriebnahme abzulaufen. Der externe Steuerungsbauer lobt die Arbeit mit der Weiss Application Software (WAS) als „sehr unkompliziert.“ Die für alle Weiss-Produkte einheitliche grafische Bedienoberfläche der Softwarelösung erlaubt das einfache und schnelle Einrichten des Linearmontagesystems inklusive aller Parameter und Übergabesignale an die übergeordnete Siemens SPS.

Das Finetuning, die Abnahme des gesamten Systems in der Halle bei Jouhsen-Bündgens und die Schulung der Mitarbeiter übernahm dann ein Weiss-Servicetechniker. Dieses Rundum-Serviceangebot ist relativ neu im Weiss-Programm, wird jedoch gerade von Neukunden gerne angenommen. Schließlich entlastet eine so enge Zusammenarbeit bei der Inbetriebnahme nicht nur den Kunden, sondern stellt auch sicher, dass Anlage und Taktung optimal angepasst sind. (jv)

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