Lineartechnik

Linearmodule rationalisieren Sonderanlagenbau

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Um die Schneiddrähte automatisch und damit schnell und reproduzierbar präzise sowie ohne Rüstaufwand zu verstellen werden zwei Linearmodule vom Typ MKUVE20-B-ZR eingesetzt. Sie stellen die einzelnen Schneiddrähte computer- bzw. programmgesteuert wahlweise absolut parallel oder bei Bedarf auch schräg ein.

Praxisgerechte Positionierlösung

Das Linearmodul MKUVE20-B-ZR basiert auf einem eigensteifen, hochbelastbaren Aluminiumprofil, in welches das Linearführungssystem komplett integriert ist. Das sehr kompakt bauende Linearmodul ist mit Kugelumlaufeinheiten KUVE20-B ausgerüstet und verfügt über zwei Führungswagen. Damit lassen sich mittlere Lasten in Verbindung mit hohen Momentenbelastungen um alle drei Achsen mit maximalen Geschwindigkeiten bis 5 m/s positionsgenau bewegen und fixieren. Der Antrieb erfolgt mittels Zahnriemen und über einen Bürstenlosen Servomotor.

Die Linearmodule haben bei einer Gesamtlänge von 2616 mm einen Nutzhub von 2150 mm. Sie bestehen bis auf die auf Maß abgelängten Profile und Führungswellen aus Standard-Bauteilen bzw. Baugruppen und wurden ab Werk bereits montage- sowie anschlussfertig mit Kupplungen, Getrieben, Motoren, Sensoren, Kabel und Steuerungen ausgerüstet. Christoph Dingeldein schätzt die Vorteile der kompakten Linearmodule und der Zusammenarbeit mit Ina-Lineartechnik: „Wir haben hier schnell eine technisch sehr gute und praxisgerechte Lösung gefunden. Mit Hilfe von Greifern, die wir am Laufwagen montieren, lassen sich die einzelnen Drähte sehr schnell und reproduzierbar genau verstellen und einstellen, so dass die Schneidanlagen ohne Unterbrechung die EPS-Blöcke in kundenspezifische Dachelemente auftrennen können. Dank der Verwendung von Standard-Linearmodulen konnten wir die Anlagen- Anschlusskonstruktion vereinfachen, mussten weniger mechanische Bauteile herstellen und der Montageaufwand reduzierte sich ebenfalls.“

Mittlerweile hat sich das Drähte-Verstellsystem bei den Anlagen von Dingeldein & Herbert als Standard durchgesetzt. Daher wurden bereits mehrere weitere EPS-Schneidanlagen mit den Linearmodulen von Ina-Lineartechnik ausgerüstet. Zusätzlich kommen ähnliche Linearmodule nun auch in anderen Dachmaterial-Schneidanlagen sowie zum Stapeln bzw. Abstapeln von geschnittenen Dachelementen zum Einsatz.

Fehlerquellen nahezu eleminiert

Bei Kluth laufen die Produktions- und Schneidanlagen an sieben Tagen pro Woche mindestens je 12 Stunden. So werden pro Jahr mit Hunderttausenden von Schnitten etwa 830.000 einzelne Dachelemente hergestellt. Dabei handelt es sich um absolute Konfektionsware. Voraussetzung dafür sind leistungsfähige Maschinen mit einem hohen Automatisierungsgrad. „Wir stehen unter einem enormen Zeit- und Kostendruck und können so gut wie nichts auf Lager fertigen. Deshalb brauchen wir hochflexibel nutzbare und absolut zuverlässige Anlagen“, erklärt Geschäftsführer Marcus Kluth. Die automatisierte Drahtverstellung mit den Ina-Linearmodulen schließt Fehlerquellen nahezu komplett aus und ermöglicht gleichzeitig eine Verdoppelung des Ausstoßes an montagefertigen Dachelementen. (ud)

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