gesponsertBest of Industry Award 2025 Innovationen sind Teil unserer Moog DNA - Elektrohydrostatische Pumpeneinheit EPU-G

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Die Einführung der EPU-G markiert einen Meilenstein im Bereich leistungsstarker elektrohydrostatischer Antriebe. Ausgestattet mit einer 4-Quadranten-Innenzahnradpumpe und einem dynamischen Servomotor ist sie für Volumenströme von 10 bis 85 l/min ausgelegt.

Elektrohydrostatische Pumpeneinheit EPU-G (Bild:  Photostudio Frick - Sindelfingen)
Elektrohydrostatische Pumpeneinheit EPU-G
(Bild: Photostudio Frick - Sindelfingen)

Interview mit Dr.- Ing. Achim Helbig, Entwicklungsleiter Elektrohydrostatische Antriebe

Wie profitieren Anwender von der Innovation und was zeichnet sie besonders aus?

Die EPU-G ist die kompakteste Motor-Pumpeneinheit ihrer Leistungsklasse (5 bis 25kW). Die 4-Quadranten Innenzahnradpumpe zeichnet sich durch ein sehr geringes Trägheitsmoment und folglich eine hohe Dynamik bei geringen Geräuschemission aus. Sie wurde speziell für Anwendungen mit hohen Kräften und vergleichsweise geringen Zylindergeschwindigkeiten optimiert.

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Die definierte Montageschnittstelle der Pumpe ermöglicht einen direkten Anschluss an einen Steuerblock ohne zusätzliche Verrohrung. Dadurch können weitere Produkte, wie z.B. das Elektrohydrostatische Pumpensystem (EPS) oder autarke Achsen (Compact EAS) realisiert werden, um jedem Kunden den geeigneten Zugang zu dieser Technologie zu ermöglichen.

Anwender profitieren von einer erhöhten Systemsteifigkeit und reduzierten Baugröße, was eine flexible Integration in verschiedene Maschinenkonzepte ermöglicht. Durch den sparsamen Power-on-Demand Betrieb werden die Energiekosten gesenkt, was wiederum die Gesamtbetriebskosten der Maschine über die Laufzeit reduziert.

Was waren die größten Herausforderungen bei der Entwicklung des Produkts?

Innovation bedeutet Veränderung und dies ist meist unbequem. Da Moog neben der klassischen ventilgesteuerten Antriebstechnik auch elektromechanische Antriebe anbietet, gab es zwei Parteien, die sich auf Neues einstellen mussten.

Im Vorfeld der Entwicklung gab es viele Diskussionen und Bedenken, die Schritt für Schritt beseitigt werden mussten. Inzwischen ist allen klar, dass die elektrohydrostatische Technologie gekommen ist, um zu bleiben. Sie vereint die Vorteile beider Welten und ist mittlerweile zu einem Wachstumsmotor für Moog geworden.

Welche Rückmeldungen haben Sie bisher vom Markt bekommen?

Die Vorstellung der EPU-G auf der EuroBLECH 2024 wurde gleichermaßen von Pressevertretern, Kunden als auch unseren Marktbegleitern mit großem Interesse verfolgt. Die Resonanz am Markt ist durchweg positiv. In der Vergangenheit hatten wir zahlreiche Anfragen für Anwendungen im Leistungsbereich <20kW, die wir mit der EPU 19cm³ nicht bedienen konnten. Durch die EPU-G in den Baugrößen 13, 8 und 5 cm³ ist dies nun möglich.

Warum konnte genau Ihr Unternehmen dieses Produkt entwickeln?

Die EPU-G ist die konsequente Weiterentwicklung der EPU basierend auf der Moog RKP, die 2017 als 4Q Motor-Pumpeneinheit für mittlere bis hohe Leistungsbereiche von 25 bis 120 kW eingeführt wurde. Um die Bedarfslücke für kleinere Anwendungen zu schließen, wurde eine Entwicklung basierend auf einer 4Q Innenzahnradpumpe gestartet, um die physikalischen Grenzen der RKP für kleinere Größen zu überwinden.

Ist das Produkt in seiner gegenwärtigen Form die finale Version, oder sind auch hier noch Weiterentwicklungen denkbar?

Entwicklung steht niemals still - so auch bei der EPU. Untersuchungen hinsichtlich alternativer Motorprinzipien, höherer Drehzahlen oder das Verhalten bei sehr niedrigen Drehzahlen laufen bereits. Die Weiterentwicklung von elektrohydrostatischen Komponenten und Systeme stehen im Mittelpunkt, um die Integration dieser energieeffizienten Antriebstechnik in Maschinen und Anlagen zu unterstützen. Dies ist unser Beitrag um die „green transformation“ der Industrie voranzutreiben.

Haben Sie lustige oder kuriose Geschichten rund um diese Produktentwicklung erlebt?

Als die EPU-G auf der EuroBLECH 2024 vorgestellt wurde, fragte mich ein Interessent „was für eine Kugelrollspindel denn darin verbaut sei, um 2,5t Kraft zu erzeugen?“. Genau das sind die Fragen, die wir hören möchten, da sie die Vorteile dieser Antriebstechnologie widerspiegeln: Eine in sich geschlossene Hydraulik mit der Effizienz der Elektromechanik auf kleinstem Bauraum.

Gibt es Anwendungen, die Sie im Nachhinein überrascht haben, da Sie daran während der Entwicklung noch gar nicht gedacht haben?

Ich hatte es zu Beginn für unwahrscheinlich erachtet, dass Kunden mit Antrieben >50kW auf elektrohydrostatische Antriebe umsteigen, da sie oberflächlich betrachtet als zu platzintensiv und teuer erscheinen. Dies war eine massive Fehleinschätzung.

Heute ist die Umformtechnik mit Leistungen bis zu 1,2 MW einer unserer Hauptmärkte, bei denen mehrere EPUs an einem Zylinder angeschlossen sind. Auch in diesem Markt halten Elektrifizierung und Energieeinsparung Einzug.

Da elektromechanische Antriebe aufgrund der Kräfte und Belastungen oftmals ungeeignet sind, sind elektrohydrostatische Antriebe unter Berücksichtigung der Gesamtbetriebskosten die einzige Alternative zur Zentralhydraulik. So gesehen irre ich mich gerne wieder.

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