Linearantrieb Leistungsfähige Linearaktorik unter hygienischen Bedingungen

Redakteur: Stefanie Michel

Copley Motion Systems hat einen neuartigen Linearmotor speziell für den Einsatz unter hygienischen Anforderungen entwickelt. Er bietet erstmals eine gleichermaßen hohe Leistungsfähigkeit wie optimale Ansteuerbarkeit für Produktionsstraßen mit Spülprozessen in der Lebensmittelverarbeitung und Verpackungstechnik.

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Sterile Verarbeitungsabläufe bestimmen heute viele Prozesse in Branchen wie der Lebensmittel-, Getränke-, Verpackungs- und Pharmaindustrie. Während Produktionsunternehmen auf der einen Seite nach Optimierungsmöglichkeiten für ihre Prozesse suchen, um die Produktivität und damit die Gewinnmargen zu erhöhen, müssen sie auf der anderen Seite immer strengeren Vorschriften genügen, wie den current Good Manufacturing Practices (cGMP) und den Genauigkeitsanforderungen von Hersteller-Analysezertifikaten (COA), die sowohl von nationalen als auch internationalen Behörden wie der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) ausgegeben werden.

So müssen beispielsweise alle Wartungs- Reinigungs- und Desinfektionsvorgänge gemäß der FDA-Verordnung 21 CFR genau dokumentiert werden. Hierzu ist es erforderlich, sämtliche schriftlichen Aufzeichnungen über größere Reinigungs- und Wartungsarbeiten in einzelnen Geräteprotokollen festzuhalten – zusammen mit den Aufzeichnungen über die im jeweiligen Gerät verarbeiteten Produkte.

Keimfreiheit ist zentrales Element der sterilen Fertigung

Damit besteht ein zentrales Element der sterilen Fertigung in der Fähigkeit, sämtliche am Prozess beteiligte Ausrüstung – von den Komponenten der Vorverarbeitung bis zur Endproduktverpackung einschließlich Produktetikettierung, Kartonierung und Umverpackung – jederzeit keimfrei zu halten.

Um die Sterilität ihrer Prozesse sicherzustellen, setzen die meisten Branchen bei ihren Produktionsprozessen Washdown-Spülverfahren ein. Hierbei handelt es sich um eine Hochdruckreinigung unter Einsatz von Wasser und/oder Chemikalien, mit der Bakterien und sonstige Mikroorganismen abgetötet werden. Ein Spülzyklus umfasst in der Regel sechs Stufen: Vorreinigen, Hauptreinigen (häufig mit Reinigungsmittel); Spülen; Sterilisieren; abschließendes Spülen und Trocknen. Darüber hinaus werden häufig CIP- und/oder SIP-Verfahren eingesetzt (Clean-In-Place/Steam-In-Place). Diese Methoden stellen allerdings eine hohe Belastung für die zu reinigenden Komponenten dar.

Direktangetriebener Linearmotor im Hygiene-Design

In der Vergangenheit erwiesen sich herkömmliche Technologien wie pneumatische Komponenten, Kugelgewindetriebe und Riemenantriebe ebenso wie Linearmotoren für den industriellen Einsatz als schwierig integrierbar und nicht ausreichend robust. Die Bauteile waren korrosionsanfällig und mussten gegen eine direkte Einwirkung durch Reinigungschemikalien sowie Hochdruckreiniger geschützt werden. Ein weiteres Problem lag zudem häufig in der Gefahr elektrischer Stromschläge.

Seit der Markteinführung des ServoTube Hygienic von Copley Motion Systems gehören diese Schwierigkeiten der Vergangenheit an. Der in Zusammenarbeit mit einem führenden europäischen Verpackungsanlagenhersteller entwickelte ServoTube Hygienic ist ein leistungsfähiger, direktangetriebener Linearmotor, der die bekannten Nachteile herkömmlicher Linearsysteme überwindet.

Der ServoTube Hygienic wird aus präzisisionsbearbeiteten Austenit-Edelstahlkomponenten gefertigt und zeichnet sich darüber hinaus durch ein kantenloses Hygiene-Design aus, das Schmutzablagerungen zuverlässig verhindert. Damit ist diese Ausführung die ideale Lösung sowohl für Einsatzumgebungen mit hoher Korrosionsbelastung als auch in keimfreien Anwendungen.

Teil 2: Warum der ServoTube Hygienic selbst der Norm IP69K gerecht wird

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