Färbeverfahren Lebendige Oberflächeneffekte bei Aluminium

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Bis vor wenigen Jahren konnten sich die Anwender, die Aluminium färben oder weiterverarbeiten wollten, nur zwischen der nahezu unendlichen Farbvielfalt der lichtempfindlichen organischen

Anbieter zum Thema

Bis vor wenigen Jahren konnten sich die Anwender, die Aluminium färben oder weiterverarbeiten wollten, nur zwischen der nahezu unendlichen Farbvielfalt der lichtempfindlichen organischen Farben und der gegen Wetter und Sonnenlicht weitaus beständigeren elektrolytischen Metallsalz- oder Integralfärbung mit dem Nachteil der stark eingeschränkten Farbpalette entscheiden. Mit dem Aluminiumfärbeverfahren „Spectrocolor 2000“ können die Vorteile der beiden Varianten vereinigt werden. Die Interferenz-Färbung nach Spectrocolor 2000 erfolgt im gleichen Elektrolyt, jedoch mit geänderten chemischen Parametern. Anstatt direkt nach dem Anodisieren mit der Einlagerung zu beginnen, benötigt die Interferenzfärbung einen Modifikationsschritt. Der Durchmesser der Poren wird nur im unteren Bereich elektrochemisch verändert. Danach werden Metallpartikel eingelagert. Das veränderte Porenprofil bewirkt eine sehr einheitliche, gut steuerbare Metallverteilung. Das einfallende Licht wird sowohl an der Aluminiumoberfläche reflektiert als auch an der Ebene, die durch die Oberflächen des abgeschiedenen Metalls gebildet werden. Damit die neu entstehende Farbe möglichst lange hält und das Material auf keinen Fall korrodieren kann, folgt nach dem Anodisieren und Färben stets das Verdichten. Das Ziel ist es, die Poren zu verschließen, damit nichts entweichen - aber auch keine korrosiven Agenzien in die Pore eindringen können.

(ID:210887)