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Lautloser QS-Kollege sorgt für Kontrolle

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Kein Instrument zur Mitarbeiterkontrolle sondern für Qualitätssicherung

Doch wird der ToolNavigator als "lautloser QS-Kollege" akzeptiert? Oder gibt es auch Vorbehalte? Der Toolnavigator sei kein Instrument für die Mitarbeiterkontrolle sondern für die Qualitätssicherung, so Jauch weiter. Das System speichere keine personenbezogenen Daten, sondern nur produktbezogene. Diese lassen sich archivieren, was im Haftungsfall die Entlastung bringe. "Aus persönlichen Gesprächen mit Anwendern weiß ich, dass unsere Lösung als Entlastung empfunden wird, weil sie die persönliche Verantwortung reduziert. Für jedes gute Teil wird quasi im Hintergrund ein Zeugnis ausgestellt. Zudem bestimmt ja weiterhin jeder Mitarbeiter sein Tempo. Im Prinzip ortet der ToolNavigator im Hintergrund die korrekte Reihenfolge vordefinierter Arbeitsabläufe."

Rainer Horneburg bestätigt das: "Wir haben den ToolNavigator seit Anfang des Jahres als Pilotprojekt an einem Montageplatz für Sitzstrukturen im 2-Schichteinsatz. Die Mitarbeiter an diesem Platz fühlen sich nicht kontrolliert, sondern unterstützt. Wenn der vorgegebene Montageablauf nicht eingehalten wird, verteilt das System ja keine Rüffel, sondern visualisiert lediglich einen entsprechenden Hinweis und die passende Lösung direkt dazu. Das macht die Arbeit viel entspannter." Zudem lobt der Prozessplaner das "sachkundige und verbindliche Engagement der Sarissa-Programmierer bei der Anbindung des Touch-PC an die anderen Komponenten des Montageplatzes." Für die Interaktion des Sarissa-PC mit der Steuerung des Schraubsystems und einer überwachten Bitbox waren einige spezielle Anpassungen erforderlich. „Sarissa hat auch hier alle unsere Anforderungen voll erfüllt.“

Konfiguration erfolgt in nur zwei Schritten

Zur Konfiguration des Systems wird zuerst die Arbeitsumgebung festgelegt. Diese umfasst den Arbeitsplatz mit den dort zu kontrollierenden Bereichen. Dann wird die Montagereihenfolge festgelegt. Hierbei wird die Abfolge der festgelegten Schraubpositionen Schritt für Schritt definiert. Die Software ist „schlank“ programmiert und weitgehend selbst-erklärend. Die Konfiguration des Systems und die Dateneingabe gliedert sich in übersichtlich strukturierte und benutzerfreundliche Eingabefenster. Die Integration von Zeichnungen und Bildern in das Ablaufprogramm ist ebenso einfach, wie die Nutzung von In/Output-Kanälen oder der Datenaustausch mit externen Geräten wie etwa Waagen oder Drucker. Einmal erstellte Programme lassen sich jederzeit modifizieren oder auch an Montageplätze mit gleicher Konfiguration übertragen. Wie es sich gehört, ist der Zugang zu diesen Einstellungen und Funktionen passwortgeschützt. Der Mitarbeiter muss für den Betrieb lediglich den Startbutton am Touchscreen betätigen, oder, wie bei ISRI gewünscht, einen Barcode einscannen - alles weitere läuft dann automatisch ab. (jus)

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