Durchsetzfügen Lange Buchsen auch in dünnen Blechen
Centerdrill hat mit seinem Fließlochformen eine Technologie entwickelt, die es ermöglicht, auch aus dünnen Blechen lange und haltbare Buchsen zu formen.
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Das Fließlochverfahren hat sich in zahlreichen Anwendungen der Automobil- und Möbelindustrie sowie im Rohrleitungs-, Geländer- und Heizungsbau als Alternative zu bekannten Verbindungstechnologien wie Schweißmuttern, Nietmuttern, Stanz- und Pressschrauben in Blechen, Profilen und Rohren etabliert. Dabei entscheiden oft die Buchsenlänge und die Stabilität über den Erfolg einer solchen Verbindung. Gerade bei geringen Materialstärken erreicht das Centerdrill-Fließlochverfahren entscheidende Vorteile. So kann in ein 1,5 mm dickes Blech eine 4 bis 5 mm lange Buchse für ein M 6 Gewinde geformt werden, ausreichend für mehr als vier Gewindegänge. Eine Buchsenlänge von etwa 11 mm lässt sich in das gleiche Material auch für ein ½“ Gewinde durch Centerdrill erzeugen, ebenfalls mit mehr als vier Gewindegängen. Auch bei 1,5 mm Materialdicke kann beispielsweise für ein ½“ Gewinde eine Buchsenlänge von etwa 11 mm erzeugt werden, in das dann mittels eines Gewindeformers ein Gewinde mit mehr als vier Gewindegängen geformt werden kann. Rainer Brunow von Centerdrill: „Für solche Anwendungsfälle hat sich unser Fließlochverfahren mit anschließendem Gewindeformen bewährt.“
Buchsenlänge sollte bei Konstruktion berücksichtigt werden
Dabei haben die Blechdicke und die Gewindegröße entscheidenden Einfluss auf die Buchsenqualität und -länge. Sie sollte bei der Konstruktion in Hinblick auf den Fließlochform-Prozess bereits berücksichtigt werden. Das in Vorschubrichtung verdrängte Volumen ist bei dickeren Blechen und größeren Kernlöchern wesentlich größer und führt zu einer längeren Fließlochbuchse. In der Regel werden durch Fließloch- und Gewindeformen höhere Festigkeiten des Gewindes erreicht. Auch Gewindetoleranzen von H7 sind so problemlos möglich. Darüber hinaus ist gewährleistet, dass das Gewinde immer im rechten Winkel zum Profil steht und sich nicht lösen kann. Rainer Brunow: „Festigkeitsuntersuchungen belegen eine hohe Belastbarkeit der auf Basis des Fließlochverfahrens hergestellten Gewindedurchzüge. Probleme, wie beispielsweise undichte Verschweißungen oder Spannungsrisse im Bereich der Schweißnaht werden vermieden – ein wichtiger Sicherheitsaspekt.“
Buchsen bis zum Fünffachen der Ursprungsstärke
Das Fließlochverfahren ermöglicht es, Buchsen oder Durchzüge spanlos in dünnwandige metallische Werkstoffe bis zu einer Wandstärke von 12 mm einzubringen. Das Fließlochformen beruht auf einer Kombination aus Axialkraft und relativ hoher Drehzahl, wobei lokale Wärme durch Reibung entsteht. Reibungswärme und Flächenpressung plastifizieren das Material und ermöglichen, dass das Centerdrill-Werkzeug aus der Produktion der Zecha Hartmetall-Werkzeugfabrikation in Sekundenschnelle durch das Material dringt. Damit erhält der Anwender Buchsen oder Durchzüge bis zum Fünffachen der ursprünglichen Materialstärke in Durchmessern von 1,8 bis 32 mm.
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