Kabel Ladekabel Lapp Helix spart rund 40 Prozent Gewicht ein
Lapp Kabel hat auf seiner Jahrespressekonferenz im französischen Metz eine Weltneuheit für die Ladetechnik in der E-Mobility präsentiert: die Lapp Helix.
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"Unsere patentierte Ladelösung ist simpel und genial zugleich. Im Gegensatz zu einem spiralisierten Ladekabel funktioniert unsere Lapp Helix wie eine Schnecke, die sich aus ihrem Schneckenhäuschen ausrollt, wenn sie auf der Suche nach Futter ist und sich dann, wenn sie satt ist, wieder zurückzieht", beschreibt Siegbert Lapp, Vorstand der Lapp Gruppe, die Weltneuheit. Die "Schneckenform" der Lapp Helix ergibt eine enorme Platzersparnis. Im Vergleich zu einem spiralisierten Ladekabel braucht die Helix bei einer Auszugslänge von vier Metern rund 60 % weniger Platz. Dadurch ergeben sich für die Industrie bessere Möglichkeiten für das Packaging zum Beispiel im Kofferraum oder in den Fahrzeugtüren oder der Heckklappe. Auch wenn eine Ladesäule mit fest installiertem Ladesystem ausgestattet werden soll, lässt sich die Helix ohne weiteres geschützt etwa unter einer Klappe verstauen.
40 Prozent wird an Gewicht eingespart
Da für das Kabel nur halb so viel Material benötigt wird wie bei einer spiralisierten Variante, ist die Helix auch leichter: rund 40 % beträgt die Gewichtsersparnis. Das geringere Gewicht wirkt sich direkt in einem vergrößerten Aktionsradius des Fahrzeugs aus. Zudem bedeutet weniger Material auch niedrigere Kosten. Der Hersteller spart rund 25 Prozent ein. Zusätzlich profitiert der Endverbraucher durch das geringere Gewicht. Das Ladekabel ist damit beim Ladevorgang einfacher und leichter zu handhaben. Ist die Batterie voll, rollt sich die Lapp Helix einfach wieder ein und ist damit immer sauber verstaut.
Ladekabel mit Formgedächtnis
Lapp hat dafür eine innovative Fertigungstechnik entwickelt, bei der das Ladekabel horizontal gewendelt wird. Die Rückstellkraft, mit der sich das Kabel nach dem Ladeprozess automatisch in ihre Grundposition zurückzieht, ist vergleichbar mit der eines herkömmlich spiralisierten Kabels. Die Helix hat quasi ein Formgedächtnis. Siegbert Lapp: "Bei Elektroautos zählt jedes Gramm, mehr noch als bei konventionell angetriebenen Fahrzeugen. Aufwändige Leichtbaumaßnahmen sind oft teuer – die Lapp Helix spart Gewicht, Kosten und Platz – das sind drei Fliegen mit einer Klappe."
Für Einsatzbedingungen mit starker Beanspruchung
Die Komponenten der Lapp Helix basieren auf dem vorhandenen Ladesystem Lapp Charge. Das Kabel ist halogenfrei, flammwidrig, ölbeständig und für einen Temperaturbereich von -40 bis +90 Grad ausgelegt. Daher eignet es sich für Einsatzbedingungen mit starker Beanspruchung. In Design und Farbgebung kann es, wie die Lapp Charge, an die Bedürfnisse der Kunden angepasst und zum Beispiel mit dem Logo des Herstellers versehen werden. Als Ladestecker empfiehlt Lapp den gemeinsam mit dem Kooperationspartner Bals Elektrotechnik entwickelten Stecker nach VDE-Standard. Die komplette Steckvorrichtungsreihe besteht hier aus Stecker und verschiedenen Ausführungen der Anbaudosen. Über zusätzliche Kontakte in den Steckvorrichtungen erfolgt zukünftig der Datenaustausch zwischen Fahrzeug und Energieversorgung. Die Lapp Helix kann auch mit anderen auf dem Markt befindlichen Steckertypen eingesetzt werden. (jus)
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