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Kurbelgehäuse-Entlüftungsfilter minimiert Schadstoffemissionen

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Filtrationslösung mit 99,6 prozentiger Wirksamkeit

Ein gewöhnlicher 6 Liter Lkw-Dieselmotor stößt etwa 0,11 m³ Blowby-Gase pro Minute aus. Diese Gase enthalten neben Ruß einen zerstäubten Ölfluss von 5 bis 8 g/Std. Zwar konnte der Schadstoffausstoß durch verbesserte Kolbendichtungen bereits minimiert werden, dennoch kommt es weiterhin zu erhöhten Werten – vor allem durch den fortschreitenden Verschleiß des Motors.

In den vergangenen Jahren wurden bei vielen Lkw-Motorenplattformen Kurbelgehäuse-Entlüftungssysteme verwendet, die auf öl- oder elektrisch angetriebenen Zentrifugaleinheiten basieren. Theoretische Modelle belegten allerdings, dass eine ähnliche Effizienz mit Impactor-Filtern erzielt werden kann – vorausgesetzt die Öl-Aerosole können auf die gleiche Aufprallgeschwindigkeit wie in Hochgeschwindigkeitszentrifugen beschleunigt werden. In der Folge entwickelte Parker eine kostengünstige Filtrationseinheit mit luftangetriebener Zentrifugaltechnologie, die durch die Nutzung einer kleinen Menge der vom Turbolader komprimierten Luft eine Aerosolgeschwindigkeit von mehr als 100 m/s erzielte. Und die Ergebnisse des innovativen Kurbelgehäuse-Entlüftungsfilters überzeugten auf Anhieb: Der erste einstufige Superimpactor erreichte bereits eine 95- bis 97-prozentige Effizienz. Nachfolgende Varianten – mit mehrfacher Impaktion und „Fit for Life“-Filtration der zweiten Phase – erzielten in Langzeittests gar eine Wirksamkeit von bis zu 99,6 Prozent. Aufgrund dieser herausragenden Produkteigenschaften trägt Parkers Filtrationslösung maßgeblich zur Erfüllung der strengen Tier 4- und Euro VI-Emissionsnormen bei. Letztere ist ab dem 31. Dezember 2012 für alle neu zugelassenen Lkw- und Zugmaschinenmodelle bindend.

Blowby-Filter als offenes und geschlossenes System nutzbar

Die von Parker „Superimpactor“ genannte Technologie überzeugt neben ihrer hohen Effizienz durch ein vereinfachtes Gehäuse und den Wegfall unnötiger beweglicher Bauteile – dies führt zu überaus kompakten Abmessungen. Das geschlossene Entlüftungssystem benötigt kein separates Filterelement, ist leicht einzubauen und bedarf als sogenanntes „Fit for Life“-Aggregat keiner Wartung. Zudem verfügt der Superimpactor CCV über eine optimierte Kontrollsteuerung des Kurbelgehäusedrucks und -flusses, wodurch eine Druckregulierung über die gesamte Motorlebensdauer ermöglicht wird. Dadurch kann die Leckage von Dichtungen und Dichtungsmanschetten verhindert und die Gesamtzuverlässigkeit erheblich verbessert werden. Ein besonderer Vorteil der Filtrationslösung ist ihre hohe Flexibilität: Parkers Superimpactor CCV kann sowohl als geschlossenes System genutzt werden, das die Blowby-Gase zum Turbolader zurückführt, als auch als hocheffizientes offenes System.

Entwicklungsarbeit in Kooperation mit Universität in Leeds

Ein Großteil der Entwicklungsarbeit zum Superimpactor CCV fand bei Parker Hannifin in West Yorkshire, England, statt. Darüber hinaus kooperierte Parker mit der nahegelegenen Universität in Leeds: Wissenschaftler optimierten die Kernprozesse mit numerischer Strömungsmechanik und untersuchten das physikalische Verhalten von Aerosolen.

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