Virtuelle Realität

Künstliche Welten in der Entwicklung sinnvoll einsetzen

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Wie Unternehmen profitieren können

Wie können Unternehmen von diesen Technologien profitieren? Ein entscheidender Faktor: Sie können Produkte und ganze Produktionsanlagen damit effizienter entwickeln. Konstrukteure entwerfen zunächst ein komplett digitales Abbild (einen sogenannten Schatten). Mithilfe einer Virtual Reality-Brille können sie dann komplett in ihrem Entwurf bewegen. Am virtuellen Entwurf werden etwa Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Maschinen und Arbeitsprozessen sichtbar. Auch die Handhabung der Anlage für die Mitarbeiter kann noch im Entwurfsstadium getestet werden.

Im Bereich Wartung und Montage kann besonders AR Nutzen stiften, zum Beispiel in Form einer digitalen Echtzeit-Reparaturunterstützung: Eine AR-Brille blendet die Reparaturanleitung für eine Maschine direkt ins Blickfeld ein. Der Nutzer erkennt den Maschinenfehler und nimmt die Reparatur – unter Anleitung über Headset – selbst vor. Dadurch muss im besten Fall kein Service-Techniker vor Ort sein. Die Reparaturunterstützung wird aktuell im BMWi-Projekt Across (Augmented Reality-basierte Produkt-Service Systeme) mit der Bielefelder Firma Krause-Biagosch an einer Maschine zur Belichtung von Druckplatten getestet.

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Auch die Auswirkungen im Blick

Das Fraunhofer IEM forscht nicht nur an der technischen Umsetzung von AR und VR. „Enorm wichtig sind auch Fragen nach den Auswirkungen neuer Technologien auf Mitarbeiter, Arbeitsprozesse und Arbeitskultur“, so Dr.-Ing. Harald Anacker, „Wie können die Technologien sinnvoll den Arbeitsalltag ergänzen und wie schaffen Unternehmen Akzeptanz bei ihren Mitarbeitern?“ Aktuell geht das Fraunhofer IEM diesen Fragen im Spitzencluster it’s OWL unter dem Schlagwort „Arbeit 4.0“ mit Unternehmen wie Benteler und Hettich nach. Doch wie sich die Arbeitsumgebung der Zukunft auch präsentieren wird: AR- und VR-Technologien dürften darin ein wichtige Rolle spielen. (jv)

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