Studie Mitarbeiter strengen sich in Mensch-Roboter-Teams weniger an

Quelle: TU Berlin 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Künstliche Intelligenz und Robotik sind schon heute feste Bestandteile in vielen Teams. Forscher untersuchten nun die Auswirkung dieser Mensch-Maschine-Kooperation.

Kollege Roboter kann bestimmte Prozesse und Aufgaben beschleunigen. Doch sein Einsatz kann auch negative Effekte haben. (Bild:  Kampan - stock.adobe.com)
Kollege Roboter kann bestimmte Prozesse und Aufgaben beschleunigen. Doch sein Einsatz kann auch negative Effekte haben.
(Bild: Kampan - stock.adobe.com)

Forscher der Technischen Universität Berlin haben Mensch-Roboter-Teams auf ihre Effektivität untersucht. Laut einer Mitteilung leidet die Arbeitsqualität in diesen Teams, weil sich der Mitarbeiter zu sehr auf den Roboter verlässt. Die Studie wurde zuerst im Fachmagazin „Frontiers“ veröffentlicht.

Für die Studie wurden 42 Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt. Beide mussten elektronische Bauteile auf Leiterplatten auf Qualitätsmängel inspizieren. Während die eine Gruppe die Fehlersuche allein bewältigen musste, bekam die andere Unterstützung von einem Roboter namens „Panda“. Er fotografierte und untersuchte die Leiterplatten mit hörbaren Geräuschen hinter einer Trennwand, bevor die Bildaufnahmen inklusive der von Panda gesetzten Fehlermarkierungen dann auf dem Bildschirm der Probanden erschienen. Panda fand fast alle Fehler. Nur im letzten Viertel des Versuches wurden fünf Fehler von Panda nicht detektiert.

Mentale Anstrengung geht zurück

Die Forscher stellten fest, dass die Versuchspersonen, die mit Panda arbeiteten und bereits gesehen hatten, dass Panda viele Fehler erfolgreich markiert hatte, die später auftretenden Fehler seltener entdeckten als die Vergleichsgruppe. „Obwohl die Teilnehmenden dachten, sie würden gleich viel Aufmerksamkeit aufbringen, gingen sie unbewusst offenbar davon aus, dass Panda keine Fehler übersehen hatte und nahmen ihre mentale Anstrengung bei der Suche zurück“, sagt Helene Cymek, die Erstautorin der Studie.

Das Phänomen ist laut den Forschern in Arbeitsteams bereits bekannt und nennt sich „Social Loafing“. Das bedeutet, dass Mitarbeiter ihre Anstrengung reduzieren und sich auf den Beitrag anderer Teammitglieder verlassen. In rein menschlichen Teams sei dies bereits gut dokumentiert. Die gesamte Studie kann auf der Website von Frontiers eingesehen werden.

(ID:49818030)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung