Additive Fertigung
Projektkosten für den 3D-Druck im Griff behalten

Von Juliana Pfeiffer 5 min Lesedauer

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Mit dem 3D-Druck können Anwender schnell und kostengünstig beliebige Produkte aus einem virtuellen 3D-Modell (CAD) realisieren. Doch oft schrecken Anwender vor vermeintlich hohen Kosten zurück. An welchen Stellschrauben gedreht werden muss, um die Kosten gering zu halten, zeigen folgende Beispiele.

Der wichtigste Einflussfaktor auf die Kosten eines 3D-Teils ist das Design des Modells.(Bild:  Xometry)
Der wichtigste Einflussfaktor auf die Kosten eines 3D-Teils ist das Design des Modells.
(Bild: Xometry)

Der wichtigste Einflussfaktor auf die Kosten eines 3D-Teils ist das Design des Modells. Schon bei dessen Entwicklung können Anwender handeln:

  • Geometrie – Die Kosten für den Druck verlaufen proportional zur Größe des Objekts. Je größer das Bauteil, desto mehr Druckmaterial wird benötigt. Zudem bedeuten voluminöse Objekte längere Druckzyklen. Der Preis des 3D-Drucks verläuft also proportional zum Volumen, welches das Objekt in der Maschinenwanne einnimmt. Wird das Objekt kompakter gestaltet, kann so der Preis gesenkt werden, ohne den Maßstab des gesamten Teils ändern zu müssen.
  • Wandstärke – Zwar bedingt die Wandstärke die Festigkeit eines Objekts. Dennoch sollte geprüft werden, ob einige Teile dünner gedruckt werden können. Für FDM etwa beträgt die empfohlene Mindeststärke 1,2 Millimeter, für SLS sind es 0,7 Millimeter. Unterschiedliche Materialien erfordern jeweils andere Wandstärken, basierend auf dem Druckverfahren und den mechanischen Eigenschaften. Zwar verkürzen dünnere Wände die Bauzeit und senken die Kosten. Sie können allerdings auch zu empfindlichen Merkmalen, zu Lücken und oder gar fehlenden Teilen führen. Bei der Wahl der Wandstärke sollte vor allem die Geometrie und die spätere Anwendung des Bauteils bedacht werden.
  • Aushöhlen – Eine gute Möglichkeit, Material zu sparen und das Gewicht des Bauteils zu verringern ist, es auszuhöhlen. Die Methode kann allerdings die Gesamtfestigkeit beeinträchtigen. Es liegt allein im Ermessen des Konstrukteurs, welche Bereiche hohl und welche je nach Anwendung massiv ausfallen sollen.

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