Stromerzeugung Kompetenzzentrum für Gasmotorentechnologie eröffnet

Redakteur: Stefanie Michel

General Electric (GE) hat ein neues Kompetenzzentrum für Gasmotorentechnologie auf dem Forschungs- und Hochschulcampus in Garching eröffnet. Durch den Ausbau der Kapazitäten will GE seine technologische Präsenz in Deutschland und Europa stärken.

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Ziel des neuen Zentrums ist es, noch effizientere stationäre Gasmotoren zu entwickeln und schneller auf den Markt zu bringen. GE stellt im ersten Schritt zehn bis 15 Wissenschaftler und Ingenieure zusätzlich ein und investiert 2010 insgesamt 5 Millionen Euro, um die im Forschungszentrum verfügbaren Laborräume und -kapazitäten zu erweitern.

Schwerpunkte der Forschungsarbeiten am Kompetenzzentrum werden die Weiterentwicklung und Verbesserung stationärer Gasmotoren sein, die zunehmend für die dezentrale Stromerzeugung und die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) eingesetzt werden. Gasmotoren spielen bei der technischen Umsetzung der KWK eine entscheidende Rolle, da sie Effizienzgrade von bis zu 90 Prozent erreichen, zuverlässig sind und Abwärme kostengünstig nutzen können.

Kompetenzzentrum unterstützt Entwicklungsteam für Gasmotoren in Jenbach

GE bietet mit den treibstoffflexiblen Jenbacher Gasmotoren passende Produkte für KWK an. Das neue Kompetenzzentrum für Motorentechnologie ist Teil des Entwicklungsteams der Jenbacher Gasmotorensparte von GE Energy. Kurzfristig entstehen dabei zusätzliche Arbeitsplätze für hoch qualifizierte Ingenieure und Wissenschaftler, die das rund 300 Ingenieure umfassende Entwicklungsteam des Gasmotorenspezialisten mit Hauptsitz im österreichischen Jenbach verstärken werden.

Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel freut sich über das große Engagement von GE am Forschungs- und Wirtschaftsstandort Bayern: „Moderne Technologiepolitik ist ein wichtiger Baustein nachhaltiger Umweltpolitik. Leistungsfähige und kompakte Geräte, Maschinen und Anlagen sind wirtschaftlicher und erzeugen auch weniger Emissionen und Abfall. Durch effiziente Energieversorgung und erneuerbare Energiesysteme werden zahlreiche Arbeitsplätze im Freistaat gesichert.“

Carlos Härtel, Leiter GE Global Research Europe sieht im kontinuierliche Ausbau des europäischen Forschungszentrums nicht nur einen gestärkten Standort Bayern, sondern will auch Deutschland und Europa stärken. „Zugleich stärken wir unser europäisches Forschungsnetzwerk mit Universitäten, Industrie und Politik. Das Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung sowie das Erneuerbare-Energien-Gesetz geben in Deutschland wichtige Impulse für die Erneuerung bestehender Anlagen und die Erweiterung der Kapazitäten. Daher erwarten wir eine ständig steigende Nachfrage nach effizienten Gasmotoren.“

Dezentrale Energieversorgung wird immer wichtiger

„Die dezentrale Energieversorgung mit Hilfe effizienter Blockheizkraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung wird im Zuge des Ausbaus umweltfreundlicher Technologien immer wichtiger“, sagt Volker Schulte, General Manager Engineering von GE Jenbacher. „Entsprechend müssen auch wir unsere Kapazitäten permanent ausbauen. Die Angliederung des neuen Kompetenzzentrums für Gasmotorentechnologie an das GE Global Research Europe verspricht dabei zahlreiche Synergien durch die Zusammenarbeit der Forscher und Entwicklungsingenieure. Dies wird zu innovativen Lösungen und neuen Technologien führen.“

Erst im Februar dieses Jahres hat GE ein neues Kompetenzzentrum für Stromrichtertechnik am europäischen Forschungszentrum GE Global Research Europe in Garching eröffnet. Dessen Mitarbeiter forschen schwerpunktmäßig an der Entwicklung neuer, innovativer Stromrichter für Windturbinen und Solaranlagen. Mit derartigen Geräten ist es möglich, Energie zuverlässig in das Netz einzuspeisen. In naher Zukunft sollen die Forschungsaktivitäten des Zentrums weiter ausgebaut werden, um Zukunftsmärkte wie etwa den Transport elektrischer Energie über große Entfernungen abzudecken.

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