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Feldlkommunikation

Kompakte Systemverkabelung ermöglicht schnelle und fehlerfreie Steuerungsmigration

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Hohe Robustheit gegen raue Umgebungsbedingungen

Aufgrund der klaren Beschriftung von 1 bis 20 respektive von 1 bis 40 bilden die Übergabemodule die Klemmpunkte der 20- oder 40-poligen I/O-Baugruppen der S7-300 ab. Der Monteur muss somit nur die Adern aus dem Stammkabel so auflegen, als würde er die I/O-Karte direkt anschließen. Die passiven Übergabemodule der Produktfamilie VIP (Varioface Professional) verfügen neben ihrer geringen Baubreite über einen federnden Rastfuß aus Metall, der das Modul resistent gegen Vibrationen bis 5 g macht.

Die Steckverbinder der VIP-Frontadapter sind ebenfalls robust ausgeführt, indem sie in einem speziellen Fertigungsverfahren umspritzt werden. Folglich ist eine Beschädigung der einzelnen Adern während der Montage unmöglich. Die VIP-Potentialverteiler entsprechen im Design den VIP-Übergabemodulen. Bei ihnen wird die Spannung an einer Klemmstelle eingespeist und dann über eine Platine auf bis zu 48 Klemmen rangiert. Auf diese Weise lassen sich alle Verbraucher im Schaltschrank platzsparend mit Spannung versorgen – und das in Summe mit einem Strom von 30 A pro Potential.

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Übersichtliche Überwachung sämtlicher Kanäle

Um Signale zu verstärken oder galvanisch vom Feld zu trennen, hat Phoenix Contact spezielle Relaismodule entwickelt, die in einem kompakten Gehäuse 32 Relais inklusive Statusanzeigen und Freilaufdiode umfassen. „Die geringe Baubreite der Relaismodule hat mich beeindruckt“, so Markus Kurtenbach, der bei Toho Tenax Engineering für die Elektrotechnik bei Neuanlagen verantwortlich ist. „Durch die Leuchtanzeige haben wir sämtliche Kanäle übersichtlich im Blick. Und sollte ein Relaiskontakt verschlissen sein, lässt er sich einfach und schnell austauschen“.

Der Einsatz der Relaismodule von Phoenix Contact spart im Schaltschrank zudem weiteren Platz ein, da die Transistor-basierten Ausgangskarten mit kleiner Schaltleistung auf der gleichen Baubreite die doppelte Kanalanzahl von Relais-Ausgabekarten mit hohen Schaltleistungen bieten.

Universell verwendbare Adapter

Toho Tenax vertreibt die in Heinsberg-Oberbruch produzierten Kohlenstofffasern auch an Europas größten Flugzeugbauer. Zur Rückverfolgbarkeit der in den Luftfahrzeugen verbauten Materialien ist ein hoher Dokumentationsaufwand notwendig. Dieser beinhaltet ein umfassendes Qualitätswesen sowie vielfältige Messtechnik, mit der die Prozessdaten während des Herstellungsverfahrens erfasst werden. Dazu gehört eine hochpräzise Geschwindigkeitsmessung der Walzen, wobei die maximale Abweichung des Ist- vom Sollwert weniger als 0,1 % betragen darf.

In diesem Bereich findet die Systemverkabelung von Phoenix Contact ebenso Anwendung. So werden die im Feld erzeugten Messsignale über passive VIP-Übergabemodule an die Steuerung weitergeleitet. Dabei nutzt Toho Tenax sowohl klassische analoge I/O- als auch Zählerbaugruppen, die einen Fadenbruch überwachen. Obwohl die Baugruppen oftmals andere Pin-Belegungen als die digitalen I/O-Karten aufweisen, können die VIP-Frontadapter zur Anbindung verwendet werden. Denn wenn der Monteur die Steckbrücken am Adapter einfach mit dem Schraubendreher entfernt, lässt sich der Adapter universell beispielsweise zur Rangierung analoger Signale oder Ankopplung an Zählerbaugruppen einsetzen.

Die Flexibilität und das breite Produktprogramm von Phoenix Contact im Bereich Systemverkabelung haben die Verantwortlichen bei Toho Tenax letztendlich überzeugt. Durch die passgenauen Frontadapter und die schmalen Übergabemodule werden Steuerung und Feldebene nun fehlerfrei und sicher verbunden. Darüber hinaus hat sich der Anlagenstillstand während der Migration deutlich verkürzt. (jv)

* Daniel Utermöhle ist Mitarbeiter im Produktmarketing Interface Cabling, Phoenix Contact Electronics GmbH, Bad Pyrmont.

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