Faserverbundwerkstoff Kohlefaserverstärkter PBT-Kunststoff für Automobile und Maschinen
Die BASF ergänzt jetzt ihr PBT-Portfolio um das erste karbonfaserverstärkte Ultradur. Es eignet sich für Bauteile in der Automobilelektronik und dem Maschinenbau.
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Ultradur B4300 C3 LS verfügt über eine geringe elektrostatische Aufladung, ist jedoch sehr leitfähig. Es eignet sich so zum Beispiel für Bauteile in sensiblen Bereichen der Mess- und Regeltechnik von Maschinen und in der Automobilelektronik. Aufgrund des antistatischen PBT-Kunststoffs (PBT: Polybutylenterephthalat) bleiben am Bauteil wenig Staub und Schmutz haften. Es funktioniert bei ungünstigen Einsatzbedingungen und auch Schäden durch elektrostatische Entladungen reduzieren sich. In explosionsgefährdeten Bereichen verringert der Einsatz der leitfähigen Ultradur-Type die Aufladungsgefahr und möglichen Funkenschlag.
Die BASF greift damit steigende Anforderungen auf, die vor allem in der Automobilelektronik an Material und Bauteile gestellt werden. Mit Ultradur B4300 C3 lassen sich zukünftig Miniaturisierung, Genauigkeit und Sicherheit besser miteinander vereinbaren. Komponenten aus dem karbonfaserverstärkten technischen Kunststoff behalten ihre antistatische Wirkung dauerhaft, auch bei erhöhten Temperaturen oder nach dem sie mit Medien, beispielsweise Kraftstoffen, in Berührung gekommen sind. Ultradur B4300 C3 LS sw15126 ist ab sofort in kommerziellen Mengen erhältlich. Das mit 15 % Kohlefasern verstärkte Material verfügt über einen niedrigen Durchgangs- und einen geringen Oberflächenwiderstand. Es nimmt kaum Wasser auf, ist laserbeschriftbar und zeigt ähnliche mechanische Eigenschaften wie ein Standard-PBT mit 30 % Glasfasern.
Mit anderen PBT-Typen kombinierbar
Darüber hinaus lässt sich Ultradur B4300 C3 problemlos mit anderen PBT-Typen kombinieren, z.B. mittels Schweißen oder Kleben, und ist auch für komplexe, dünnwandige Bauteile geeignet. Mögliche Anwendungen für den kohlefaser-verstärkten PBT-Kunststoff sind von Gasen und Flüssigkeiten durchströmte Bauteile im Automobil oder in Maschinen, schnell bewegte Komponenten in Textilmaschinen oder Bestandteile von Förderbändern, die einer statischen Aufladung durch Reibung ausgesetzt sind. Weitere Einsatzfelder sind Maschinen in der Papierverarbeitung, Drucker sowie Transportverpackungen für empfindliche Elektronikprodukte, für die ein so genannter ESD-Schutz (ESD=electrostatic discharge / elektrostatische Entladung) sinnvoll ist. (lz)
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