Konstruktionsleiter-Forum 2024 KI-Tool vereinfacht und beschleunigt Strömungsanalysen

Von Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler 2 min Lesedauer

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CFD-Analysen sind in wichtiges Werkzeug in der Produktentwicklung, doch ihre Durchführung ist in der Regel sehr zeitaufwendig, setzt Expertenwissen voraus und benötigt viel Rechenleistung. So werden sie häufig zum „Bottleneck“. Wie ein KI-Tool dieses Problem löst, erfahren Teilnehmer des Konstruktionsleiter-Forums 2024.

RLE hat ein KI-Tool entwickelt, das innerhalb weniger Sekunden für eine gegebene Fahrzeugsilhouette CFD-relevante Kennwerte verlässlich abschätzen kann. Das Tool ist auch Theman auf dem Konstruktionsleiter-Forum 2024.(Bild:  Framestock – stock.adobe.com)
RLE hat ein KI-Tool entwickelt, das innerhalb weniger Sekunden für eine gegebene Fahrzeugsilhouette CFD-relevante Kennwerte verlässlich abschätzen kann. Das Tool ist auch Theman auf dem Konstruktionsleiter-Forum 2024.
(Bild: Framestock – stock.adobe.com)

Am 17. Oktober 2024 lädt konstruktionspraxis zum dritten Mal ins Vogel Convention Center nach Würzburg, um Konstruktions- und Entwicklungsleiter Tools und Methoden für einen schlanken und effizienten Produktentstehungsprozess an die Hand zu geben: Das Konstruktionsleiter-Forum 2024 zeigt Lösungen für die Produktentwicklung der Zukunft.

KI erfolgreich einsetzen

Dazu zählt unter anderem der zielgerichtete Einsatz aktueller Technologien wie künstliche Intelligenz (KI). So stellt Nils Kaiser, Projektingenieur Algorithmische Entwicklung bei der RLE Mobililty GmbH & Co. KG, ein KI-Tool vor, das speziell für Strömungsanalysen konzipiert wurde. Das Tool ermöglicht es, die Ergebnisse von CFD-Simulationen in kürzester Zeit verlässlich vorherzusagen. Es ist in der Lage, Strömungsbilder zu visualisieren sowie strömungsrelevante Kennwerte und Zielgrößen auszugeben. Dadurch kann bereits während der Konstruktions- und Konzeptphase der Einfluss einer Designanpassung auf die Gesamtfahrzeugaerodynamik mit geringem Aufwand überprüft werden. Problemstellen werden direkt erkannt und können geändert werden.

Schneller entwickeln

Dabei werden für die Anwendung keine Kenntnisse im Umgang mit CFD-Programmen oder KI vorausgesetzt. Aufwendigere CFD-Simulationen werden erst abschließend zum Validieren eines vielversprechenden Designs durchgeführt. So sinkt der Ressourcenaufwand und der Entwicklungsprozess wird beschleunigt. Dieser positive Effekt vervielfacht sich, wenn das KI-Tool in automatisierten Optimierungsworkflows eingesetzt wird.

Nils Kaiser, RLE: „Unser KI-Tool erfordert kein Fachwissen in KI oder CFD-Simulationen, benötigt wenig Rechenleistung und kann somit früh im Entwicklungsprozess eingesetzt werden.“(Bild:  RLE)
Nils Kaiser, RLE: „Unser KI-Tool erfordert kein Fachwissen in KI oder CFD-Simulationen, benötigt wenig Rechenleistung und kann somit früh im Entwicklungsprozess eingesetzt werden.“
(Bild: RLE)

Herr Kaiser, warum ist das Thema Ihres Vortrags für Konstrukteure und Entwickler relevant?

Die Integration von KI in Konstruktion und Entwicklung wird in den kommenden Jahren rasant zunehmen. KI kann hierbei beratend und unterstützend eingesetzt werden oder als Beschleuniger in CAD- und CAE-Prozessen dienen. Dies wird zu erheblichen Performanceverbesserungen und einer kostengünstigeren, schnelleren Entwicklung von Komponenten führen. Entwickler und Konstrukteure können direkt durch effizientere Abläufe und innovative Designmöglichkeiten profitieren.

Was sind die wichtigsten Aspekte Ihres Vortrags?

In unserem Vortrag zeigen wir, wie KI die aerodynamischen Eigenschaften von Fahrzeugsilhouetten in kürzester Zeit bestimmen und darstellen kann. Dies kann Entwicklungsprozesse beschleunigen, deren Effizienz erhöhen und zu leistungsfähigeren Konzepten und Komponenten führen. Durch algorithmische Entwicklung und parametrisches Design werden diese Vorteile weiter verstärkt. Unser KI-Tool erfordert kein Fachwissen in KI oder CFD-Simulationen, benötigt wenig Rechenleistung und kann somit früh im Entwicklungsprozess eingesetzt werden.

Was lernen die Teilnehmer durch Ihren Vortrag?

Im Vortrag zeigen wir anhand des Beispiels von Fahrzeugsilhouetten, wie die Datengrundlage des KI-Tools vollständig automatisiert für verschiedene CFD-Anwendungen entwickelt werden kann. Wir demonstrieren eine konkrete Anwendung zur Analyse und Optimierung von Komponenten, gehen auf den Nutzen in Entwicklungsprozessen ein und erläutern, wie das Tool den effizienten Einsatz von CFD-Simulationen unterstützt, ohne diese zu ersetzen.

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