Kabelschutz Kabelschutzsysteme beim ReDesign des ICE 1
Nur wenigen Menschen dürfte bekannt sein, dass ihre Sicherheit in der Eisenbahn zum Teil von einem unscheinbaren schwarzen Kunststoffwellrohr abhängt, das Kabel vor Steinschlag, Nasse, Hitze, Kälte und gefräßigen Nagetieren schützt - Kabelschutz made by PMA. Die Deutsche Bahn setzte beim ReDesign des ICE 1 auch auf Kabelschutz mit Kunststoffwellrohren.
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Seit der ersten Dienstfahrt der ICE 1-Flotte im Juni 1991 verkehren die ICE-Züge in ihrem alten Design. Nach rund 14 Jahren Betriebseinsatz entschloss sich die Bahn, die Züge einer grundlegenden Modernisierung zu unterziehen. Dabei zog die Bahn die Triebzüge für rund fünf Wochen aus dem planmäßigen Verkehr. Die Arbeiten wurden im DB Fahrzeuginstandhaltungwerk in Nürnberg vorgenommen. Im August 2005 konnte der erste ReDesignzug Triebzug 111 „Nürnberg“ nach vierwöchigem Probebetrieb in den normalen Betrieb zurück.
Im Laufe der Modernisierung wurden alle 708 Mittelwagen komplett zerlegt. 12.000 Einzelteile wurden ausgebaut, überarbeitet und wieder eingebaut oder durch neue Teile ersetzt. Insgesamt wurden somit rund 42.000 Sitze und Reservierungsanzeigen, 5.000 Tische und 40.000 Quadratmeter Teppichboden eingebaut. Das Design wurde somit der ICE 3- und ICE-T-Züge angepasst.
Die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge im täglichen Betrieb sicherstellen
Doch nicht überall sind die Modernisierungen für die Kunden sichtbar, denn auch im technischen Bereich gibt es Neuerungen. Darüber hinaus haben die Ingenieure verschiedene Maßnahmenpakete erarbeitet, um die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge im täglichen Betrieb auch in Zukunft sicherzustellen. Dazu gehören vor allem die Überarbeitung der Hardware-Komponenten der Bremse, die Modernisierung der Gleitschutzgeber einschließlich Zuleitung und Steckverbindungen sowie verschiedene Anpassungen in der Software und bei Schaltungen der konventionellen Steuerungsebene.
Im Zuge des Projektes „ReDesign ICE 1“ wurden diverse Umbauten an den Reisewagen vorgenommen. Zum einen wurde der komplette Innenbereich erneuert, zum anderen gab es Erneuerungen am Wagenunterbau. Zu diesen Erneuerungen gehörte z.B. auch die Neuverkabelung der Magnetschienenbremsen der zwei Gliedermagnetsysteme Knorr und BSI.
Eine Magnetschienenbremse ist eine Bremse für Schienenfahrzeuge. Sie besteht aus eisernen Schleifschuhen mit eingebauten Elektromagneten. Bei Stromdurchfluss durch den Elektromagneten wird der Schleifschuh an die Schiene gezogen. Dadurch entsteht hauptsächlich eine bremsende Reibungskraft. Die Magnetschienenbremse wirkt direkt auf die Schiene und ist vom Haftreibwert zwischen Rad und Schiene unabhängig. Sie wird in Deutschland bei allen Wagen und Triebzügen eingesetzt, die für Geschwindigkeiten über 140 km/h zugelassen sind. (mehr Infos nach dem Umblättern)
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