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Getriebe

Intelligentes Rollringgetriebe im Einsatz

| Redakteur: Lilli Bähr

Die Joachim Uhing GmbH & Co. KG bietet seit April 2016 das Rollringgetriebe Uhing Motion Drive. Ein Anwender zeigt, wie sich das Getriebe bisher im Einsatz bewährt hat.

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Auf der Suche nach einer Anlage, die eine komfortablere und bessere Wickelung ermöglicht, wandte sich ein Drahtveredler mit Sitz in Nordrhein-Westfalen an die Joachim Uhing GmbH & Co. KG.
Auf der Suche nach einer Anlage, die eine komfortablere und bessere Wickelung ermöglicht, wandte sich ein Drahtveredler mit Sitz in Nordrhein-Westfalen an die Joachim Uhing GmbH & Co. KG.
(Bild: Uhing)

Uhing Motion Drive ist ein Rollringgetriebe, das durch die Integration von Sensoren und elektronischer Steuerung intelligent gemacht wurde und seit April 2016 bei der Joachim Uhing GmbH & Co. KG verfügbar ist.

Seit vielen Jahren verwendet ein Kunde der Firma Uhing, ein Drahtveredler mit Sitz in Nordrhein-Westfalen, eine Maschine, mit der Flachdraht auf eine Spule gewickelt wird. Mit der bisher genutzten Lösung kam es häufig zu Problemen beim Wickelprozess, die im weiteren Produktionsablauf zu Unterbrechungen des automatisierten Prozesses führten. Zudem war es oft erforderlich, fertig gewickelte Spulen mit erhöhter Aufmerksamkeit umzuspulen, um das gewünschte Wickelbild zu erhalten. Bei diesem Vorgang mussten die Umschaltpunkte manuell eingestellt werden.

Suche nach einer Anlage mit besserem Wickelergebnis

Auf der Suche nach einer Anlage, die eine komfortablere und qualitativ bessere Wickelung ermöglicht, wandte sich die Geschäftsleitung an die Joachim Uhing GmbH & Co. KG. Bereits seit Mitte der Fünfzigerjahre verwendet der Betrieb deren Rollringgetriebe. Angetan von den interessanten Funktionalitäten des vorgestellten neuen Produktes und überzeugt von der langjährigen guten Zusammenarbeit, entschied sich das Unternehmen für Uhing Motion Drive.

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Kompatibel mit bestehender Anlage

Ausschlaggebend für den Kauf war für den Kunden neben den Funktionen, auch die Tatsache, dass die im Betrieb vorhandene Wickelanlage auf das Produkt von Uhing umgerüstet werden konnte. Diese Kompatibilität ersparte dem Kundenunternehmen hohe Kosten, die andernfalls für die Anschaffung eines neuen Aufspulers mit einer rein elektronischen Verlegung angefallen wären.

Komfortabel in der Anwendung

Flachmaterial von der Art, wie es der Drahtveredler verarbeitet, ist dafür bekannt, dass beim Wickelprozess am Flansch und an den zugehörigen Umschaltpunkten Probleme auftreten können. Die Elektroingenieure des Hauses Uhing haben eine Lösung entwickelt, die es ermöglicht, das Material auch in diesen kritischen Bereichen problemlos zu verlegen.

Ein Vergleich der bisherigen Arbeitsweise mit der jetzigen ergibt laut Unternehmen klare Unterschiede:

Bei der früher genutzten Ausrüstung musste jede Spule individuell eingerichtet werden. Dies galt auch für die mechanischen Umschaltpunkte. Bei jedem Wechsel des Spulentyps oder des Materials mussten die mechanischen Anschläge neu eingestellt werden. Da selbst bei Spulen des gleichen Typs die Maße etwas unterschiedlich sind, galt dies auch in Fällen, in denen nach einem Wickelprozess mit einer gleichartigen Spule weitergearbeitet wurde.

Durch die Automatisierungskomponenten, über die Uhing Motion Drive verfügt, soll das Einrichten der Wickelmaschine einfacher geworden sein. Die gewünschten Wickelbilder entstehen, ohne dass manuell nachgearbeitet werden muss. In der Steuerung können Daten hinterlegt werden, über die die Anwender per Tastendruck das Material und den Spulentyp auswählen und konfigurieren können.

Visionen für die nahe Zukunft

Nicht nur für Flachmaterial, sondern auch für das Verlegen von Rundmaterial soll Uhing Motion Drive geeignet sein. Für die Anpassung der Flanscherkennung bietet Uhing zudem die Kombination dieser Anlage mit der Flanscherfassung FA II an, bei der die Sensoren den Flansch erfassen und die Richtungsumkehr einleiten sollen.

Einige konkrete Wünsche hat der Anwender allerdings noch: Zwar ist die jetzige Lösung zur Flanscherkennung sehr einfach zu handhaben; die Anpassung wird über Tasten an der Steuerung vorgenommen. Doch zusätzliche Sensoren oder Lichtschranken würden diesen Vorgang noch komfortabler gestalten. Als weiterer Wunsch wurde ein Mehrfachwickler genannt, mit dem mehrere Verlegeeinheiten von einem Arbeitsplatz aus bedienbar wären.

Angeregt wurde darüber hinaus eine Erweiterung der Uhing Motion Drive für zusätzliche Schnittstellen, die jeweils von demjenigen Unternehmen zu programmieren wären, das die Anlage nutzt. Damit könnte der Einsatz von Komponenten wie beispielsweise Kontroll- oder Farbsensoren, Meterzählern oder Kameras noch stärker unterstützt werden.

Das Sahnehäubchen obendrauf wäre ein Protokoll der Spulenwicklungen. Angaben wie beispielsweise das Datum der Wicklung, das verwendete Material, die Artikelnummern, der zuständige Mitarbeiter oder die Anzahl der Meter auf der Spule könnten in eine Bildschirmmaske eingegeben oder per Barcode eingelesen und gespeichert werden.

Die Ingenieure von Uhing haben die Wünsche des Kunden aufgenommen und sind auf dem Weg, sie umzusetzen. Bereits dieses Jahr soll mindestens eine der gewünschten Lösungen zu sehen sein: das Speichern der Protokolldaten des Umspulers via RFID.

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