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Messtechnik

Integrierte Messsysteme sparen während des gesamten Maschinenlebens

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Wartung verursacht Stillstand und Kosten

Auch gekapselte optische Systeme verschmutzen durch eingeschleppte Fremdstoffe. Alle zwei Jahre ließ Rexroth darum durch die Instandhaltung die Glasmaßstäbe ausbauen, reinigen und bei Bedarf ersetzen. Allein das verursachte bereits einen vierstelligen Betrag pro Messsystem.

Der größte Kostenblock bei herkömmlichen Systemen sind aber die Produktionsausfallkosten, die durch den Austausch beschädigter oder verschlissener Glasmaßstäbe entstehen. Der ungeplante Maschinenstillstand legt in diesem Fall die Maschinen für mehrere Stunden lahm. Über den rein mechanischen Aus- und Wiedereinbau hinaus muss das Messsystem neu justiert und kalibriert werden. Bei Anwendungen mit hoher Dynamik, zum Beispiel in Laserschneidanlagen, muss es nicht einmal ein Ausfall sein, der einen Maschinenstillstand verursacht. Es reicht, wenn die Messsysteme verschmutzt sind. Erst nach einer gewissenhaften Reinigung kann die Produktion wieder starten.

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Kein Maschinenstillstand in zwei Jahren

Die Erfahrungen, die Rexroth in zwei Jahren mit dem IMS gemacht hat, sprechen für sich. Zum einen hat es in Schweinfurt keinen einzigen Maschinenstillstand gegeben, der auf die Integrierten Messsysteme zurückzuführen war – und das ohne Wartungsmaßnahmen. Selbst wenn es einmal zu einem Ausfall kommen würde, dauert der Austausch maximal eine Stunde. Alle Komponenten, also Schiene, Führungswagen mit Adapterplatte und Messkopf, sind im Servicefall einzeln ersetzbar.

Für einen weiter reduzierten Aufwand sorgt der Austauschbau von Rexroth. Alle Führungswagen der entsprechenden Baugrößen passen uneingeschränkt auf die Schienen der jeweiligen Größe. Für einen Austausch zieht die Instandhaltung den entsprechenden Messkopf ab und schiebt einen neuen auf die Schiene. Die CNC-Steuerungen IndraMotion MTX erkennen die neuen Messsysteme sofort und die Monteure müssen nichts justieren oder parametrieren. Durch die Schnittstellen Drive-Cliq, Hiperface und SSI für IMS-A sowie 1Vss und TTL für IMS-I fügen sich die Integrierten Messsysteme nahtlos in die verschiedensten Automatisierungssysteme ein.

Auch die Betriebskosten sinken

Neben den deutlich reduzierten Wartungskosten senken die Integrierten Messsysteme auch die Betriebskosten. Es kann auf die bei gekapselten Systemen oft notwendige Sperrluft komplett verzichtet werden. Dabei müssen Anwender über die reinen Energiekosten hinaus berücksichtigen, dass bei den hochempfindlichen Glasmaßstäben besondere Anforderungen an die Reinheit und Ölfreiheit der Sperrluft gelten. Das wiederum erhöht den Aufbereitungsaufwand als auch den Aufwand für die Wartung, da notwendige Ölabscheider und Partikelfilter regelmäßig gereinigt oder ausgetauscht werden müssen.

Die mit reellen Zahlen aus der täglichen Mehrschicht-Produktion belastbaren Kosteneinsparungen des IMS-I und IMS-A im Vergleich zu Glasmaßstäben hat Rexroth in ein Total-Cost-of-Ownership-Tool für seine Kunden überführt. Damit können Maschinenhersteller die eigenen Einsparungen und die Vorteile für den Maschinenbauer und Endanwender transparent errechnen. (jv)

* Stefan Dorn ist Leiter Vorausentwicklung und Technisches Produktmanagement Lineartechnik bei Bosch Rexroth AG

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