Umformen
Intelligente Alternative: Präzisionsteile spanlos fertigen

Von Juliana Pfeiffer 4 min Lesedauer

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Der Schrauben- und Verbindungsteilespezialist Baier & Michels (b&m) hat mit b&m-Ecco-Tec ein spanloses Fertigungsverfahren für Langdrehteile entwickelt, die bislang nur über mehrere Prozessschritte spanend hergestellt werden konnten.

Komplexe Profile, enge Toleranzen: b&m-Ecco-Tec bietet bisher ungeahnte Möglichkeiten zur Gestaltung der Außengeometrie von Kaltumformteilen.(Bild:  b&m/Rüdiger Dunker)
Komplexe Profile, enge Toleranzen: b&m-Ecco-Tec bietet bisher ungeahnte Möglichkeiten zur Gestaltung der Außengeometrie von Kaltumformteilen.
(Bild: b&m/Rüdiger Dunker)

In Zeiten, in denen viele Unternehmen die schlechte Konjunkturlage beklagen, investiert der Schrauben- und Verbindungsteilespezialist Baier & Michels in seinen deutschen Standort Ober-Ramstadt bei Darmstadt. Ab Herbst soll dort eine neue Produktionsstätte stehen. „Wir betreiben zwar acht Standorte weltweit, aber die innovativste Entwicklung findet derzeit in Deutschland statt. Aktuell investieren wir in die b&m-Ecco-Tec-Fertigungstechnologie, mit der wir rund um den Globus einzigartig sind, rund 20 Mio. Euro an unserem Standort Ober-Ramstadt bei Darmstadt. Damit widersetzen wir uns dem Trend, Werke ins Ausland zu verlagern. Wir sind davon überzeugt, dass das der richtige Weg ist“, sagt Jana Tischler, Leiterin Sales New Business bei b&m. Die neue Technologie des b&m-Ecco-Tec-Verfahrens verbindet die Gestaltungsmöglichkeiten des Zerspanens mit den Vorteilen der Kaltumformung. Die 125 Tonnen schwere Maschine, die mit 60 Quadratmetern so groß wie eine 3-Zimmer-Wohnung ist, wird kleine Funktionsbauteile wie Kugelbolzen, Antriebswellen oder Stellspindeln, die zum Beispiel in Bremsen und Motoren verwendet wird, spanlos fertigen.

Hohe Taktzahlen und die vollständige Ausnutzung des eingesetzten Rohmaterials kombiniert mit absoluter Konturfreiheit und eine hervorragende Qualität der verfestigten Oberfläche sind die Vorteile des von uns entwickelten b&m-Ecco-Tec-Verfahrens.

Olaf Ambros