Drehgeber Indonesiens Stahlriese wächst mit Geber-Technik von Hübner

Autor / Redakteur: Lars Gröticke* / Ute Drescher

Südostasiens größter Stahlproduzent hat seine Warmbreitbandstraße modernisiert und dabei auch die veraltete Gebertechnik ausgetauscht.

Anbieter zum Thema

Einer der mehrfach eingesetzten Geberaufbauten EGS 40 KK mit FG 40 K, die an bestehende Anbauten montiert wurden, um andere Einheiten zu ersetzen.
Einer der mehrfach eingesetzten Geberaufbauten EGS 40 KK mit FG 40 K, die an bestehende Anbauten montiert wurden, um andere Einheiten zu ersetzen.
(Bild: Hübner)

813 Meter ragt die zwischen Sumatra und Java gelegene Vulkan-Insel Krakatau in die Höhe. Eine gewaltige Explosion verkleinerte 1883 die Insel um mehr als die Hälfte und auch heute noch brodelt es im Inneren. Die feuerspuckende Insel ist zugleich Namenspatin für Südostasiens größten Stahlproduzenten: Krakatau Steel. Das 1970 gegründete indonesische Unternehmen produziert jährlich 1,5 Millionen Tonnen Eisenmetall und 2,4 Millionen Tonnen Rohstahl. Drei Werke befinden sich in der Stadt Cilegon, rund 70 Kilometer östlich der Vulkan-Insel.

Um weiterhin produktiv und hochwertig arbeiten zu können, investierte Krakatau Steel in den vergangenen Jahren in umfangreiche Modernisierungen. 2008 erteilte das Unternehmen der Siemens AG einen Auftrag für die schlüsselfertige Erneuerung der Automatisierung der Warmbreitbandstraße.

Drehgeber-Technik vom Marktführer

Im Rahmen dieser Modernisierung wurde auch die verwendete Gebertechnik in der Vorstraße (Hauptantriebe, Seitenführungen und Anstellungen) und in der Fertigstraße (Hauptantriebe, Anstellungen und Schere) ausgetauscht. Zwei unterschiedliche Drehgeber-Arten arbeiten dort:

  • Inkrementalgeber: Diese Sensoren haben eine pro Umdrehung definierte Impulszahl und einen Nullimpuls. Hiermit werden in der Regel Drehzahlen erfasst.
  • Absolutwertgeber: Sie besitzen eine pro Umdrehung eindeutige Codierung, um klar erkennen zu können, welche Position ein Motor gerade hat. Unterschieden wird zwischen Single- und Multi-Turn-Geräten. Erstere können pro Umdrehung eine eindeutige Position ausgeben (z. B. 4096 Schritte pro Umdrehung, 12 Bit), letztere erkennen diese zusätzlich bei mehreren Umdrehungen (z. B. 4096 Umdrehungen, 12 Bit). Bei beiden Varianten ist auch nach einer Unterbrechung der Spannungsversorgung die jeweilige Position nicht verloren, sondern wird wieder eindeutig ausgelesen.

(ID:33310830)