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Werden weitere sicherheitstechnische Anforderungen an die Achse gestellt, so muss in der Systemauslegung ein mögliches Klemmen der Spindel berücksichtigt werden und durch weitere Elemente umgangen werden. Aufgrund der hier beschriebenen Eigenschaften (Steifigkeit und Energieverbrauch) konnte sich diese Antriebsart insbesondere in den Werkzeugmaschinen durchsetzen.
Elektrohydrostatische Antriebe
Die beiden vorgestellten Antriebsprinzipien stellen für Moog alternative Lösungen dar und werden parallel angeboten und eingesetzt. Die Vorteile beider Technologien hat Moog im elektrohydrostatischen Aktuator vereint.
Die Erzeugung hoher und sehr hoher Kräfte (> 1 MN) ist eine Domäne hydraulischer Antriebe und kann im hydrostatischen Getriebe leicht umgesetzt werden. Sollen gleichzeitig hohe Geschwindigkeiten gefahren werden, so können die Leistungen von einzelnen Pumpenantrieben leicht addiert werden.
Überlastsicherungen lassen sich mit den in der Hydraulik üblichen Mitteln sehr einfach, effizient und kostengünstig implementieren. In vielen Anwendungen können solche elektrohydrostatische Aktuatoren zu einer erheblichen Reduktion der Montage- und Inbetriebnahmekosten führen.
Durch eine speziell entwickelte Pumpe, die mit drei Anschlüssen die unsymmetrische Volumenstrombilanz zwischen den Kammern des Differentialzylinders ausgleicht, lassen sich sehr kompakte und auch kostengünstige Antriebe bauen. Diese Reduktion auf eine Pumpe im Vergleich zu den üblicherweise eingesetzten Doppelpumpen führt zusätzliche zu einer Reduktion der Antriebskosten.
Zyklusabhängige Energieeinsparungen
Die Energieeinsparungen hängen stark vom Arbeitszyklus und von der Auslegung der Maschine beziehungsweise der Achsen der Maschine ab. Oftmals sind Phasen des Maschinenzyklus durch hohe Geschwindigkeiten bei geringen Kräften und durch hohe Kräfte bei geringen Geschwindigkeiten gekennzeichnet. In diesen Fällen lassen sich mit elektrohydrostatischen Antrieben Energieeinsparungen von über 70 % erreichen. (qui)
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