3D-CAD-Software Hybridanwendung verlangt flexible CAD-Lösungsplattform

Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Die Produktenwicklung im Maschinenbau fordert ein hohes Maß an Flexibilität vom eingesetzten CAD-System, denn in ihr mischen sich Elemente verschiedener Branchen. Die Firma AXA bewältigt diese Hybridanwendung mit dem 3D-CAD-System HiCAD.

Anbieter zum Thema

Die AXA Entwicklungs- und Maschinenbau GmbH entwickelt, konstruiert und fertigt spangebende Produktionsanlagen, Bearbeitungszentren und Sonderwerkzeugmaschinen. Schon seit der Gründung 1965 zeichnet sich das Unternehmen mit Stammsitz in Schöppingen/Westfalen durch eine große Innovationsfreude aus, dokumentiert durch zahlreiche Neuentwicklungen und Patente.

Die Maschinen sind ein Beispiel für das branchenübergreifende Konstruieren: Mechanische Konstruktion mischt sich mit Stahlbau (für die Maschinenständer) und Blech (für die Verkleidung). Ein System ohne Branchenfunktionalität stößt hier an seine Grenzen. HiCAD, die Software von ISD, stellt diese Funktionen integriert in einer einheitlichen Oberfläche zur Verfügung. Sie sind daher in jeder Phase der Konstruktion erreichbar und müssen nicht als Zusatzapplikationen gestartet werden. Dazu gehören unter anderem Funktionen und Automatismen zur Erstellung komplexer Blechbiegeteile ebenso wie Werkzeuge zum Einbau von Profilen und kompletten Stahlbauverbindungen.

Wir profitieren von der Flexibilität der Software

Eine typische Maschine von AXA beinhaltet zahlreiche Standardbauteile, für welche die Konstrukteure ein Baukastensystem entwickelt haben. Die Bauteile, die in Serienproduktion gehen oder die voraussichtlich noch öfter verändert werden müssen, werden parametrisch aufgebaut. Spätere Anpassungen sind somit über die Veränderung der Parameter sehr schnell durchzuführen.

Wir profitieren hier von der Flexibilität unserer Software. Das HiCAD uns sowohl die Möglichkeit bietet frei, ohne Constraints, zu arbeiten wie auch wiederkehrende Bauteile parametrisch aufzubauen, versetzt uns in die Lage, jederzeit der Aufgabe angemessen die effizienteste Konstruktionsweise zu wählen. So sind wir erheblich produktiver als mit einem rein parametrischen oder rein freien System“, berichtet Markus Bense, leitender Konstrukteur bei AXA, zufrieden.

Bei allem Bemühen um Standardisierung werden aber mindestens das Maschinenbett sowie die Verkleidung individuell geplant. Insgesamt liegt der Anteil der benötigten Sonderkonstruktionen bei 20 bis 30%.

In der Angebotsphase wird als Grundlage der Kalkulation in der Regel nur eine Grobplanung erstellt, häufig in 2D. Ob 2D oder 3D, in dieser Phase wird frei konstruiert, ohne Parametrik. Markus Bense erklärt: „In der Angebotsphase geht es vor allem um eine Darstellung der Funktionen der Maschine, wobei wir durch den Verzicht auf Parametrik mit der freien Konstruktion sehr schnell eine Übersicht erstellen können. In der Vergangenheit geschah dies meist noch im 2D, heute stellen wir unseren Kunden zunehmend auch 3D-Modelle zur Verfügung.“ (mehr Infos nach dem Umblättern)

(ID:353148)