CO2-Emissionsverhalten Hybrid- und Erdgasautos im Vergleich

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Die Empa untersuchte im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) das CO2-Emissionsverhalten von Hybridfahrzeugen.

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CO2-Emissionen von Hybrid-, Erdgas- und Benzinfahrzeugen (Bild: Empa)
CO2-Emissionen von Hybrid-, Erdgas- und Benzinfahrzeugen (Bild: Empa)

Hybrid- und Erdgasfahrzeuge stoßen im Vergleich mit Benzinfahrzeugen deutlich weniger Kohlendioxid (CO2) aus. Im Rahmen einer vor Kurzem veröffentlichten Studie untersuchte die Empa im Auftrag des BAFU das CO2-Emissionsverhalten aktueller Hybridautos. Fazit eines Vergleichs mit Benzin- und Erdgasfahrzeugen: In der Stadt sind Hybridfahrzeuge, auf der Autobahn Erdgasfahrzeuge am saubersten. Im Ausserortsbetrieb schneiden beide ähnlich gut ab. Im «gemischten Betrieb», also im realen Alltag, lassen sich mit beiden Konzepten die CO2-Emissionen um bis zu 25 Prozent gegenüber konventionellen Benzinantrieben senken; sie sind also – neben erneuerbaren Treibstoffen wie Biogas und Ethanol aus Abfallstoffen – eine wichtige und sofort umsetzbare technische Massnahme zur Reduktion der CO2-Belastung.

Hybridfahrzeuge sind ideal als Cityflitzer

Der Vergleich mit konventionellen Benzinfahrzeugen zeigt, dass Hybridfahrzeuge im innerstädtischen Fahrbetrieb einen bis zu doppelt so hohen Wirkungsgrad erzielen, was sich entsprechend positiv auf den Verbrauch und die CO2-Emissionen auswirkt. Die ausgeprägten Beschleunigungen und die zahlreichen Bremsmanöver sowie die mässige Geschwindigkeit im innerstädtischen «Stop and Go» kommen den Hybridfahrzeugen besonders entgegen. Vollhybride, die kurze Strecken auch rein elektrisch fahren können, erreichten dabei bessere Werte als ein Hybridauto ohne rein elektrischen Betrieb (milder Hybrid) oder der untersuchte Oberklasse-Hybrid (da die Wagen dieser Klasse aufgrund ihres Gewichts meist mit einem grösseren Verbrennungsmotor und einem eher kleinen Elektromotor ausgestattet sind). Im Gegensatz dazu zeigen Hybridautos ausserorts nur noch geringe und im Autobahnbetrieb keine nennenswerten Verbrauchs- und CO2-Einsparungen im Vergleich zu Benzinern. Wegen der hohen Fahrleistung bei Überlandgeschwindigkeiten kann der elektrische Antrieb den Verbrennungsmotor kaum noch unterstützen.

(qui)

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