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Energieführungskette

Hybrid-Energieführungsketten führen Leitungen sicher

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Energieführungsketten mit leichten Aluminiumstegen

Die Energieführungsketten on Kabelschlepp sorgen für die nötige Bewegungsfreiheit der Längs- und Planschlitten der Portalsupporte. Je nach Betriebs- bzw. Umgebungsbedingungen kommen hier unterschiedliche Produkte zum Einsatz, beispielsweise aus der M-Serie die MC-Typenreihe 0950 mit einer lichten Innenhöhe von 58 Millimetern. Die lichte Innenbreite beträgt applikationsgerechte 100 Millimeter; sie ist für diese Baugröße im 1-mm-Breitenraster bis 600 Millimeter lichte Innenbreite lieferbar. Möglich ist dies durch die Konstruktion mit Aluminiumstegen. Da für die Anwendung keine übermäßig hohen Zusatzlasten durch die geführten Leitungen zum Tragen kommen, wurde der Fokus auf eine wirtschaftliche Lösung mit Rahmenstegen in der Standard-Ausführung RS für leichte bis mittlere Belastungen gelegt. Sie sind am Innen- und Außenradius durch eine 90°-Drehung für eine schnelle Leitungsbelegung oder den -austausch mit einem Werkzeug leicht zu öffnen.

Auch die nächst größere Baugröße MC 1250 findet an einem der Supporte Verwendung. Hier sind mehr Leitungen zu führen, was mit einer Innenhöhe von 72 Millimetern und einer lichten Innenbreite von 150 Millimetern umgesetzt werden konnte; möglich sind in dieser Baugröße Breiten von 100 bis 800 Millimetern, ebenfalls in 1-mm-Schritten. Aufgrund der höheren Zusatzlasten fiel hier die Wahl auf Rahmenstege in verstärkter Ausführung (RV) für mittlere bis starke Belastungen, die sich in gleicher Weise öffnen lassen.

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Höhere Standzeiten der Energieführungssysteme erreichen

Für maximale Stabilität bietet Kabelschlepp zudem Rahmenstege in verschiedenen Massivausführungen an: verschraubt (RM/RMF) sowie mit Kugeldrehgelenk (RMS). Aufgrund der rauen Betriebs- bzw. Umgebungsbedingungen mit Dämpfen, Schmutz und Metallspänen sind die MC-Ketten mit Stahlbandabdeckungen ausgestattet, um das Innenleben zu schützen und höhere Standzeiten der Energieführungssysteme zu erreichen. Mit Stahlbändern lässt sich ein technisch geeigneter Schutz und im Vergleich zu geschlossenen Energieführungen (TUBES) eine kostengünstige Systemvariante realisieren.

Mit Energieführungsketten aus Stahl, Kunststoff und als Hybrid-Variante – Kunststoffkettenbänder mit Aluminiumstegen wie die MC-Serie – stehen Lösungen für jede Anwendungsanforderungen zur Auswahl. So kommen an der PN 190, aber auch an anderen Überflur-Radsatzdrehmaschinen auch Vollkunststoffketten der universell geeigneten und torsionssteifen Uniflex-Serie zum Einsatz. Die fixen Kettenbreiten der Typenreihen 0345 und 0555 entsprachen den Vorgaben im Pflichtenheft im Hinblick auf Leistungsfähigkeit ebenso wie auf Bauraum, sodass hier auf eine breitenvariable Hybridausführung verzichtet werden konnte. Den nötigen Schutz vor schädigenden Umgebungspartikeln bietet die 0345er-Reihe in der einseitig abgedeckten Bauart 050. Die UNIFLEX 0555 musste mehr „abkönnen“ und wurde daher als Tube-Ausführung mit Kunststoffdeckelsystem (Bauart 060) geordert.

Dreidimensionale Energieführungskette für die Kurbelwellenfertigung

Auch bei Entwicklungen für das zweite Geschäftsfeld Automotive setzt Hegenscheidt auf Kabelschlepp-Lösungen. So ist beispielsweise an Fest- und Richtwalzmaschinen für die Kurbelwellenfertigung die dreidimensionale Energieführungskette Robotrax in Betrieb. Sie ist in erster Linie für maximale Bewegungsfreiheit von Industrierobotern mit extrem hohen Zugkräften und Beschleunigungen konzipiert. Das Hegenscheidt-Engineering verbaut die Kette aus der 3D-Line jedoch aus gutem Grund als statisches System: Bei der Werkstückbearbeitung ist eine Beweglichkeit in drei Achsen erforderlich, die sich mit Robotrax in nur einer Energieführungskette realisieren lässt. „Wenn der Kunde die Maschine für eine entsprechende Bearbeitung umrüsten will, musste früher alles abgeschraubt und an anderer Stelle drangesetzt werden. Das konnte mit einer dreidimensionalen Energieführung erheblich vereinfacht werden“, weiß Frank Risters, Leiter Mechanische Konstruktion in Erkelenz. „So lassen sich die Geräte innerhalb der Einhausung variabel verschieben.“ Die Ausführung der Übergangsradien an Haupt- und Hublagern von Kurbelwellen ist entscheidend für deren Lebensdauer. Zur Steigerung der Dauerfestigkeit hat das Unternehmen vor gut fünfzig Jahren mit dem Festwalzen eine neue Technologie entwickelt und erfolgreich in der Kurbelwellenfertigung eingeführt. Durch das Festwalzen der Haupt- und Hublagerradien wurden höhere Motorleistungen in der Automobilindustrie weltweit möglich. Durch das Festwalzverfahren werden Druckeigenspannungen in die Hohlkehlen der Kurbelwellenlager eingebracht, die zur Erhöhung der Dauerschwingfestigkeit und somit zu einer signifikanten Lebensdauersteigerung führen. Innovativ wurde diese Technologie durch das winkelabhängige Festwalzen und später das Richtwalzen perfektioniert. Das Richtwalzen vermindert den vorhandenen Radialschlag der Kurbelwelle. Von der Entwicklung bis zum heutigen Stand wurden mehrere Patente für die Technologien und die Maschinenausführungen erteilt. Durch diese heute in der Automobilindustrie für Kompakt-Motoren angewendete fortschrittliche Kurbelwellen-Bearbeitungstechnologie wurden Materialeinsparungen erreicht sowie Qualität und Lebensdauer verbessert. (jup)

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