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Leiterplattenanschluss-Klemmen

Hohe Ströme und Spannungen schnell und sicher anschließen

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Spezielle Produkte für spezielle Applikationen

Neben der neuen Wanddurchführung mit ihrem Push-Lock-Hebel hat Phoenix Contact weitere Hochstrom-Wanddurchführungen auf den Markt gebracht. Wichtiges Kriterium bei der Auswahl des Leitungsanschlusses ist nach wie vor die Anschlusstechnik (Bild 3). Die altbekannte Anschlusstechnik per Schraube wurde durch die noch recht neue Serie UW (Universal screw through wall) nach gängigen Standards entwickelt.

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Damit können Querschnitte bis 25 mm² noch kompakter als vorher durch die Wand in das Gerät geführt werden – was besonders im Hinblick auf die Spannungsanforderung nach 600 V UL interessant ist. Die Serie RW (Ring-cable-lug through wall) eignet sich mit ihrem robusten Bolzenanschluss eher für Anwendungen mit großen Querschnitten bis 150 mm². Mit einer Stromübertragung von 309 A ist dies zurzeit die stärkste Wanddurchführung auf dem Markt.

Neu auf dem Markt ist auch die Reihe PW (Push-in through wall). Die kleine Variante bis 4 mm² wurde durch eine große Wanddurchführungsklemme (PWO 16) ergänzt.

Mit dem Markt der Gerätehersteller wächst auch die Nachfrage nach Schnellanschlusstechnik – hier bietet die Klemme mit ihrer Push-in-Schnellanschlusstechnik dem Installateur vor Ort eine Zeit sparende Verdrahtungsmöglichkeit. Ein Leiterabgang in einem Winkel von 45° spart Platz bei der Verdrahtung und macht die Klemmstelle besser zugänglich – Anschluss und Abgang der Leitung können in einer Richtung erfolgen.

Die Durchführungsklemme besteht aus Innen- und Außenteil – die Befestigung im Gerät erfolgt durch das einfache werkzeuglose Zusammenrasten beider Teile. Eine feine Verrastungsriefelung an beiden Teilen sorgt für einen festen Sitz im Gerät unabhängig von der Wandstärke. Außerdem kann die Klemme unterschiedlich am Gehäuse befestigt werden: mit Schraub-Befestigungs-Flanschen von außen, mit handelsüblichen Nieten von innen und mit selbstschneidenden Kreuz-Schlitz-Schrauben von innen.

Weil Geräte bei vielen Anwendungen innenseitig vergossen werden, gibt es die Wanddurchführung PWO 16 als Vergussvariante. So eignet sich die Klemme speziell für Gerätehersteller des Filter-, Wandler- und Drosselbaus sowie für den Batteriebau. Die hier übliche Forderung nach einer hohen Dichtigkeit erfüllt die Wanddurchführung auch beim Einsatz von Vergussmassen mit geringer Viskosität.

So wird auch ein in die Jahre gekommenes Geräte-Design durch eine moderne und kompakte Wanddurchführung funktional und optisch aufgewertet.

Steckbar durch die Wand

Die Anzahl der Bauelemente, die auf die Leiterplatte verlegt werden, erhöht sich stetig. Damit nimmt auch das Gewicht der Elektronik innerhalb von Industriegeräten zu, und die Leiterplatte muss unterstützt werden. Hier sind Wanddurchführungen sinnvoll, die fest im Gerätegehäuse fixiert werden – auf diese Weise wird die Leiterplatte entlastet. Außerdem sind gerade Peripherien, die im Schaltschrank verbaut werden, an ein vorgegebenes Platzverhältnis gebunden. Weil der Platz im Gerät nicht für die Leitungsverdrahtung reicht, werden steckbare Lösungen mit einer eingelöteten sogenannten Grundleiste und einem dazugehörigen Steckverbinder eingesetzt. Diese Grundleiste und damit die Leiterplatte kann platzsparend nah an der Gerätewand positioniert werden.

Von Vorteil ist, dass der zugehörige Steckverbinder vorkonfektioniert ausgeliefert werden kann. Angeschlossen wird vor Ort per Plug-and-Play-Verfahren. Die steckbaren Wanddurchführungen der Serien gibt es in drei Leistungskategorien: 41 A/6 mm²; 76 A/16 mm² und 125 A/35 mm².

Die beiden kleineren Leistungskategorien können entweder mit einer selbstschneidenden Schraube und einem dazugehörigen Kunststoffdübel bzw. mit einer werkzeuglosen Rastverriegelung in der Gerätewand fixiert werden. Diese passgenaue Einbindung der Wanddurchführung sorgt – ähnlich wie die im Gerät befestigte Wanddurchführung – für eine staubfreie Verbindung und Durchleitung der Leistung in die Geräte.

Es spielt keine Rolle, ob der Leiter von oben, orthogonal, schräg nach unten oder direkt von vorne in die Leistungsschnittstelle angeschlossen werden soll oder ob die Schraubklemmtechnik bzw. Federtechnik gewünscht ist. Auch vergossene Geräte oder solche mit Zugangsschutz lassen sich verbinden.

* Dipl.-Ing. Anke Steinkemper ist Produktmanagerin Leiterplattenanschluss Combicon power bei Phoenix Contact GmbH & Co. KG in Blomberg.

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