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Zerspanungswerkzeug Höhere Oberflächenqualität durch hochwertige Werkzeuge für CNC-Maschinen

| Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Im Vergleich zum früher eingesetzten Zerspanungswerkzeug sind die Standzeiten des neuen Fräsers der Andreas Maier GmbH um ein Vielfaches höher – und genauer.

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Im Vergleich zum vorher eingesetzten Werkzeug ermöglicht der Torusfräser von HAM vierfach höhere Standzeiten.
Im Vergleich zum vorher eingesetzten Werkzeug ermöglicht der Torusfräser von HAM vierfach höhere Standzeiten.
(Bild: Maier)

Von einfach bis komplex“ beschreibt Saša Drljaca, Zerspanungstechniker bei Zeratec, die Bandbreite der Bauteile, die auf den CNC-Maschinen des Unternehmens gefertigt werden. Zeratec, das 2011 in Renchen nahe Freiburg im Breisgau gegründet wurde, hat sich in kurzer Zeit als zuverlässiger Lohnfertiger etabliert. Dort wird Aluminium ebenso wie Edelstahl oder gehärtete Materialien verarbeitet. Die Kunden kommen aus dem Maschinenbau, der Automobilindustrie sowie aus dem Vorrichtungs- und Sondermaschinenbau. „Termintreue, Qualität und Preis müssen stimmen, damit die Kunden zufrieden sind“, skizziert Drljaca die Anforderungen des Marktes. Zeratec bearbeitet immer häufiger vorbehandelte Materialien – also gehärtete Bauteile, die anspruchsvoll in der Zerspanung sind.

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Oberflächenqualität unbefriedigend

Dazu gehören auch Komponenten für den Einsatz in der Stanz- und Umformtechnik. Diese müssen insbesondere eine hohe Oberflächenqualität aufweisen. Hier gab es jedoch Probleme. Der Fräser eines Wettbewerbers lieferte nur unbefriedigende Ergebnisse. „Die Standzeit war schlicht zu gering, und die Prozesse liefen nicht reibungslos“, beschreibt Drljaca.

Aus seiner früheren Tätigkeit kannte der Geschäftsführer von Zeratec die Fräser der Hartmetallfabrik Andreas Maier (HAM) und wusste um deren Qualität. Damit war ein neuer Ansprechpartner schnell gefunden. Mit an Bord waren Clemens Weiss, Technischer Verkaufsberater bei HAM, und sein Kollege Jürgen Heiler, Technische Beratung und Verkauf bei der HAM-Vertriebsgesellschaft Fritz Hartmann GmbH & Co. KG. Die beiden Experten konnten relativ zügig einen guten Vorschlag unterbreiten. Der Torusfräser HAM 40-5500 aus Vollhartmetall für die HPC-Bearbeitung sollte hierfür die richtige Lösung sein.

Verstärkter Kern sorgt für Laufruhe

HAM hat das Werkzeug für die Hochleistungszerspanung und für ein breites Einsatzgebiet ausgelegt. Es soll sich besonders gut zum Kontur- und Kopierfräsen eignen und ist prädestiniert für tiefe Konturen. Den Torusfräser gibt es mit drei und vier Zähnen, er soll bei der Bearbeitung unterschiedlicher Stahlsorten gute Ergebnisse erzielen. Das Werkzeug besitzt einen verstärkten Kern, Bearbeitungen laufen vibrationsarm und spindelschonend ab. HAM bietet den Fräser in Durchmessern zwischen 2 mm und 16 mm an. Um die Leistungsfähigkeit zu belegen, hat Jürgen Heiler Tests gefahren. Zum Schlichten von Werkzeugstahl setzte er einen Fräser mit 10 mm Durchmesser und vier Zähnen ein. „Ich konnte damit hohe Schnittgeschwindigkeiten von über 150 m/min und Vorschübe von 800 mm/min bei einer Schnitttiefe von 0,05 mm erreichen. Die Laufzeit lag bei insgesamt 180 Minuten“, schildert er.

„Das Werkzeug ist ursprünglich als Schruppfräser konzipiert. Erfahrungen haben aber gezeigt, dass er sich auch gut zum Schlichten eignet“, sagt Clemens Weiss. Die Mitarbeiter von Zeratec schätzen die Flexibilität des Fräsers. „Wir erzielen beim Schlichten so gute Oberflächen, dass manche Kunden meinen, wir hätten das Bauteil poliert“, erzählt Saša Drljaca und erwähnt die Maßgenauigkeit des Werkzeugs. „Wir geben in der Maschine einfach die Erfahrungswerte einer früheren Bearbeitung ein, und das Teil wird exakt wieder so gefräst. Das spart Zeit.“

Torusfräser 40-5500 von HAM für die Hochleistungszerspanung in den Durchmessern 3 mm, 5 mm, 7 mm und 10 mm
Torusfräser 40-5500 von HAM für die Hochleistungszerspanung in den Durchmessern 3 mm, 5 mm, 7 mm und 10 mm
(Bild: Maier)

Im Vergleich zur früheren Lösung erzielt der HAM-Fräser eine vierfach höhere Standzeit. Die Zeratec-Mitarbeiter schätzen auch die sehr gute Laufruhe, die für eine zuverlässige Bearbeitung sorgt. Mit Hilfe des Torusfräsers hat das Unternehmen seine Ziele erreicht. „Wir sind mit dem Ergebnis rundum zufrieden“, sagt Drljaca, der den Fräser in Durchmessern von 2 mm bis 13 mm nutzt.

Die große Flexibilität des Werkzeugs nutzt Zeratec zwischenzeitlich auch in anderen Anwendungen. „Wir bearbeiten Teile, die Wettbewerber zum Senkerodieren geben. Bei uns liefert der Fräser identische Ergebnisse und ist dabei sogar noch schneller“, sagt Drljaca. Als „perfektes Zusammenspiel“ bezeichnet er die Kooperation mit den Experten von HAM. Eine geeignete Fräslösung sei schnell erstellt worden, die Bearbeitung habe nach den vorgegebenen Schnittwerten einwandfrei funktioniert. Und die Planungssicherheit sei jetzt deutlich größer. Saša Drljaca: „Wenn ich mit HAM-Fräsern programmiere, weiß ich, dass es passt.“ (br)

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