Verzahnung Hochpräzise Verzahnen für Windkraft-Komponenten
Bei Windkraftanlagen mit einer Leistung von bis zu 6 MW werden Wälzlager mit einem Durchmesser von über 5 500 mm eingesetzt. Da bereits Anlagen mit 10 MW in Planung sind, müssen die Voraussetzungen für die Herstellung von Wälzlagern größeren Durchmessers gegeben sein. Liebherr entwickelte deshalb eine neue Verzahnungsfräsmaschine für Werkstücke bis zu 10 m Durchmesser.
Anbieter zum Thema

Großwälzlager für die Pitch- und Azimutverstellung von Windkraftanlagen müssen höchsten Qualitätsanforderungen entsprechen. Die Verzahnungen dieser Großwälzlager werden auf Liebherr-Verzahnungsfräsmaschinen im Wälz- und Formverfahren in DIN-Qualität 8 - 10 fertig gefräst und anschließend gehärtet. Für die Fertigung der Außenverzahnungen, wie sie beispielsweise bei Azimutlagern benötigt werden, nutzt man hauptsächlich das hohwertige Wälzfräsverfahren.
Dazu bietet Liebherr die Verzahnmaschinen der Typen LC 1600 bis LC 6000 an, die einen maximalen Werkstückdurchmesser von 1 600 bis 6 000 mm abdecken. Für innenverzahnte Pitchlager mit einem Durchmesser von mehr als einem Meter können die Maschinen mit einem Innenfräskopf zum Profilfräsen ausgerüstet werden.
Für immer leistungsfähigere Windkraftanlagen immer größere Wälzlager nötig
Die rasante Leistungssteigerung bei Windkraftanlagen führte bislang zu immer größeren Turmhöhen, längeren Rotorblättern und größeren Lagern. Bei den derzeit größten Windkraftanlagen im Bereich von 5 bis 6 MW kommen derzeit Wälzlager mit einem Durchmesser von über 5 500 mm zum Einsatz.
Da die Entwicklung voraussichtlich weiter so dynamisch verlaufen wird und bereits 10 MW-Anlagen für Offshore-Projekte in Planung sind, ist davon auszugehen, dass auch Wälzlager immer größeren Durchmessers benötigt werden. So hat Liebherr vor kurzem die CNC-Wälzfräsmaschine LC 10000 für Werkstücke mit bis zu 10 m Durchmesser entwickelt, die die Bearbeitung von Werkstücken mit Durchmessern zwischen 8 m und 16 m ermöglicht.
Zur Produktion hoher Stückzahlen stehen Automationslösungen zur Verfügung
Bei der Fertigung von Bauteilen der Blattverstell- und Azimutgetriebe sowie des Hauptgetriebes, wie beispielsweise Planetenräder, Hohlräder und Sonnenradwellen, geht es um die Produktion hoher Stückzahlen. Daher sind bei der Fertigung wirtschaftliche Automationslösungen zum Be- und Entladen der Maschine gefragt. Zum Lieferumfang gehören bei Liebherr daher Transportbänder, Ringspeicher und Regalspeichersysteme aus eigener Produktion.
Bei den Getriebebauteilen bestehen sehr hohe Anforderungen an die Oberflächenqualität, daher werden sie nach dem Verzahnungsfräsen oder -stoßen fast immer geschliffen. Für das Schleifen von Verzahnungen im Modulbereich ab 8 mm wird üblicherweise das Profilschleifverfahren eingesetzt. Liebherr bietet auf der LCS-Schleifmaschine auch das produktive Wälzschleifen bis Modul 14 an, was die Bearbeitungszeit um bis zu zwei Drittel reduzieren soll. (mi)
(ID:25271440)