Stahl

Hebezeuge im Großformat

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Weltgrößter landbasierter Kran

ALE wurde 1983 im britischen Stafford gegründet und ist heute mit über 30 Niederlassungen ein führender Global Player im Bereich Hub, Transport und Montage schwerer, unteilbarer Lasten. Die riesigen Krane und Hubsysteme werden maßgeschneidert auf die ebenso anspruchsvollen wie spektakulären Kundenprojekte konstruiert. Regelmäßig stellt das Unternehmen dabei neue Rekorde mit den Tragleistungen seiner Hebezeuge auf.

Einsatz finden diese Giganten überall dort, wo extreme Lasten beim Bau von Industrie- und Förderanlagen oder Infrastrukturprojekten gestemmt werden müssen. Dazu zählen Offshore-Plattformen ebenso wie Projekte im Hafenumfeld, in der Bergbau-, Chemie- und Energieindustrie oder auch in der Architektur. 2008 setzte ALE mit dem AL.SK190 erstmals einen Weltrekord: Mit seinem 141,3 m langen Hauptausleger, einer maximalen Tragfähigkeit von 4.300 t und einem Lastmoment von 196.000 mt war er der weltweit hubstärkste landbasierte Kran.

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Sein Ballast-Radius von 32,1 m ermöglicht es, dass alle Hübe von einem Standort aus erledigt werden können, so dass kostenaufwändige Ab- und Wiederaufbauten entfallen. Der AL.SK setzt bei Hüben bis zu 4.000 t Seilwinden ein. Für schwerere Hübe steht ein spezielles Litzenhubsystem zur Verfügung.

Für schwere Lasten

2011 folgte mit dem AL.SK350 der große Bruder, der seitdem den weltweiten Größenrekord als Landkran hält. Mit seinem 141,2 m langen Hauptausleger bewältigt er eine maximale Traglast von 5.000 t. Die Ausladung des AL.SK350 beträgt bei Maximallast 12 m, so dass er ein Lastmoment von 354.000 mt hat. Bislang unerreicht ist er auch durch seinen Ballast-Radius von über 49,2 m. Neben dem Litzenhubsystem ist er ebenfalls mit einer schnellen Seilwinde ausgestattet, die ebenfalls Hübe bis zu 4.000 t übernimmt. Mit 3.000 t ist der AL.SK350 auch selbst ein echtes Schwergewicht. Beide Schwerlastkräne sind durch eine feststehende Spitze als verlängerter Ausleger modular erweiterbar.

Bei einer Länge von bis zu 100 m kann sie bis zu 3.400 t heben. Gefertigt aus höchstfestem Stahl trägt sie dazu bei, dass die Kolosse noch schwerere Lasten in einem nochmals erweiterten Radius in noch größere Höhen heben können. Eine zusätzliche Herausforderung bei der Konstruktion dieser Krane ist laut Ronald Hoefmans, Technischer Direktor des Schwerlastspezialisten, die Teilelänge. Denn sie darf für den Containertransport zwölf Meter nicht überschreiten. Außerdem müssen die Konstruktionen einfach und schnell aufzubauen sein. Deshalb ist aus seiner Sicht höchstfester Dillimax-Stahl unverzichtbar, um die angesichts der Dimensionen der Krane anfallenden Kräfte aufzunehmen.

Konstruktive und wirtschaftliche Vorteile i

Aber auch die nur von Dillinger lieferbaren Formate der Blechlängen und -dicken bedeuten für ihn entscheidende konstruktive und wirtschaftliche Vorteile in der Fertigung. Ein Beispiel dafür sind die Zugstangen des AL.SK350, die aus zehn Meter langen Blechen von höchstfestem Dillimax 1100 gefertigt werden. Für den Hauptausleger und den hinteren Mast fertigt ALE sogar 11,4 m lange Elemente aus Dillimax 690 und Dillimax 890. Auch für die Konstruktion der Abspannung und der Kreuzstreben verlässt sich Ronald Hoefmans auf die Stahlgüten Dillimax 690 und Dillimax 890. Bei dem Unterwagen kommen 5,7 m große Bauteile aus Dillimax 690 zum Einsatz. Die erforderliche Robustheit der Krangiganten bei Einsätzen mit arktischen Temperaturen von -40 °C wird dabei durch die hohe Zähigkeit der eingesetzten Dillimax-Güten gewährleistet.

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