Antriebstechnik "Grüne Energie" ist bei Bonfiglioli ein strategischer Schwerpunkt

Redakteur: Stefanie Michel

Nachdem sich das Unternehmen während der Wirtschaftskrise neu organisiert hat, wurden auf der Vorpressekonferenz zur SPS/IPC/Drives die strategischen Schwerpunkte genannt: darunter das Thema "Grüne Energie" besonders mit der Photovoltaik und der Windenergie

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Jürgen Weber verantwortet nun in Deutschland den Bereich der mobilen Anwendungen und Windenergie. (Bild: Bonfiglioli)
Jürgen Weber verantwortet nun in Deutschland den Bereich der mobilen Anwendungen und Windenergie. (Bild: Bonfiglioli)

Wie Bonfiglioli im Vorfeld der SPS/IPC/Drives mitteilte, will sich das Unternehmen noch stärker auf das Thema "Grüne Energie" konzentrieren. Darunter fallen Lösungen für Photovoltaikanlagen, Windkraftanlagen sowie zur Stromgewinnung aus Biomasse.

Der Bereich Windenergie ist bei Bonfiglioli in der sog. Business Unit "MV" (Mobile + Wind Solutions) beheimatet. Im vergangenen Jahr musste diese Business Unit herbe Verluste verkraften - der Bereich Wind allerdings weniger. Doch während der Wirtschaftskrise wurden weltweit trotz allem weniger Windkraftanlagen gebaut. In Zukunft soll insgesamt der "grüne Anteil" im Unternehmen auf etwa zwei Drittel wachsen.

Um diese Strategie zu untermauern, investiert Bonfiglioli beispielsweise in den Offshore-Markt: "Wir glauben, dass der Offshore-Markt in Zukunft für uns eine große Bedeutung haben wird" erklärt Jürgen Weber, Leiter der Business Unit in Deutschland. Deshalb wir der Serivce ausgebaut, zertifizierte Servicetechniker geschult und Support bei der Installation von Getriebeprototypen gegeben.

Produktsortiment erweitert durch zwei neue Baugrößen der Azimutantriebe

Doch auch das Produktangebot wird erweitert. So stellte Bonfiglioli zwei neue Baugröße seiner Azimutantriebe der Serie 700T vor: zum einen ist nun eine Azimutgetriebe mit 60 000 Nm verfügbar, das in Windenergieanlagen bis 3 MW eingesetzt wird. Zum anderen wurde ein Getriebe mit 120 000 Nm für Windenergieanlagen ab 6 MW entwickelt.

Ein immer größerer Preisdruck hat zur Folge, dass nicht jedes Getriebe kundenspezifisch angefertigt werden kann. Deshalb befürwortet Bonfiglioli eine Standardisierung bei Azimutgetrieben. Bisher dauert es zu lange von der Konstruktion bis hin zur Montage - für solche Zeiträume ist laut Jürgen Weber die Produktion bei Bonfiglioli eigentlich nicht ausgelegt. Nach seinen Angaben könnte man durch eine Standardisierung mindestens 10 Prozent Kosten einsparen. Die Kunden würden zudem von einem optimierten Produktionsprozess, kürzeren Lieferzeiten und der Kosteneffizienz profitieren. (mi)

* Redaktion konstruktionspraxis

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