Getriebe Getriebebauteile sintern statt zerspanen

GKN Sinter Metals verfügt über das weltweit breiteste Produktprogramm gesinterter Getriebebauteile aus Metallpulver. Dabei setzt das Unternehmen unterschiedliche Verfahren ein.

Anbieter zum Thema

Mit gesinterten Getriebebauteilen können Geometrien wie Hinterschneidungen oder Schrägverzahnungen umgesetzt werden.
Mit gesinterten Getriebebauteilen können Geometrien wie Hinterschneidungen oder Schrägverzahnungen umgesetzt werden.
(Bild: GKN)

Ressourcen- und umweltschonende Produktionsabläufe, Sicherheit und langlebige, geräuscharme Bauteile – das sind für GKN Sinter Metals die Trends des Getriebebaus der Zukunft. Das eigene Tech-Center unterstützt diese Entwicklung und arbeitet zusammen mit Universitäten und Instituten in der Werkstoff- und Getriebetechnik, wie dem Werkzeugmaschinenlabor WZL der RTWH Aachen, an der Optimierung manueller und automatischer Getriebe. „Die Pulvermetallurgie ist eine zukunftsweisende Technologie“, erklärt Antonio Casellas, Vice President Global Product Management bei GKN. „Sie bietet eine Vielzahl von Prozessmöglichkeiten mit eigens dafür entwickelten Metallpulvern, um den hohen Anforderungen der verschiedenen Getriebeanwendungen gerecht zu werden. Durch neue Möglichkeiten in der Geometrie wie Hinterschneidungen, „Green-in-Green“ oder Helical-Gears ergeben sich innovative Wege für den Getriebebau.“

Folgenden vier Verfahren bei Getriebebauteilen werden eingesetzt:

  • Pressen konventionell: Das konventionelle Pressen von ausgewählten Metallpulvern auf selbstentwickelten Pulverpressen stellt eine Dichte mit > 7,2 g/cm³ bei einer homogenen Struktur sicher. Das Verfahren ermöglicht Geometrien wie Hinterschneidungen oder die „Green-in-Green“-Technologie. Nachträgliches Kalibrieren verbessert die Oberflächendichte zusätzlich.
  • Warmpressen: Das Warmpressen erreicht eine Dichte von > 7,35 g/cm³. Bei dieser Methode wird das Pulver speziell aufbereitet und in einem temperierten Werkzeug verpresst.
  • Rollieren: Durch ein gezieltes Rollieren der Oberflächen wird eine Volldichte in der beanspruchten Kontaktzone des Getriebebauteils erreicht. Die mehrheitlichen schrägverzahnten Bauteile erhalten so eine hochbelastbare Randzone mit einem elastischen Kern und einer, den Anforderungen entsprechenden Grunddichte.
  • Pulverschmieden: Das Pulverschmieden ist in der Gestaltung flexibel. Über den gesamten Bauteilquerschnitt wird eine nahezu volle Dichte erreicht. Ein Bauteil aus Pulvermetall, mit einer Pressdichte von 7,0 g/cm³, wird nach dem Sintern direkt einer Schmiedepresse zugeführt. Durch Umformung erreicht das Bauteil dann volle Dichte.

Synchronringe und PKW Pleuel sind Serienbauteilen, die GKN bereits bei Getriebeanwendungen im Einsatz hat. (sh)

(ID:42804412)