Windkraftgetriebe Getriebe mit überwachter Schmierung

Redakteur: Stefanie Michel

Auf der Husum WindEnergy 2010 präsentiert Bosch Rexroth ein Hauptgetriebe mit Kühlschmiersystem und Partikel-Monitor. Damit soll die Zuverlässigkeit von Windenergieanlagen erhöht werden.

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Windkraftgetriebe der 2 MW-Klasse mit eigenem Kühlschmiersystem mit optionalem Partikel-Monitor und Wassergehaltssensor. (Bild: Bosch Rexroth)
Windkraftgetriebe der 2 MW-Klasse mit eigenem Kühlschmiersystem mit optionalem Partikel-Monitor und Wassergehaltssensor. (Bild: Bosch Rexroth)

Zuverlässigkeit und Standzeit von Getrieben stehen und fallen mit ihrer Schmierung. Das betrifft in besonderem Maße Getriebe für Windenergieanlagen mit ihren schwierigen Einsatzbedingungen.

Rexroth bietet daher Hauptgetriebe nun auch mit einem selbst entwickelten Kühlschmiersystem inklusive Partikel-Monitor und Wassergehaltssensor an. Eine Zahnringpumpe saugt das Schmieröl aus dem Ölsumpf an und drückt es durch den Filter und den Kühler zu den Schmierstellen.

Laut Hersteller soll sich dieses Aggregat durch:

  • hohe Betriebssicherheit (wenige bewegliche, ausfallgefährdete Teile)
  • gutes Ansaugverhalten auch bei niedrigen Temperaturen
  • das breite nutzbare Drehzahlband (von 200 bis 3000 Umdrehungen pro Minute)
  • das sehr niedrige Betriebsgeräusch

auszeichnen.

Die Rexroth-Ingenieure haben für die besonderen Einsatzbedingungen in der Windkraftanlage einen Kühler entwickelt, in dem nanobeschichtete Kühllamellen das Anhaften von Schmutz verhindern sollen. Das Lotusblatt-Prinzip sorgt dafür, dass die Lamellen nicht verschmutzen und damit die Kühlleistung verringern. Das Kühlergehäuse hat eine korrosionsbeständige Beschichtung, die auch den Offshore-Einsatz ermöglicht.

Für die Reinheit des Öles sorgen Filter, die auch durch Verschleiß oder Verschmutzung entstehende Partikel bis zu einer Größe von 10 Mikrometern aus dem Fluid entfernen. Für eine lange Standzeit besitzen die Filter eine hohe Schmutzaufnahmekapazität.

Rexroth bietet einen integrierten Online-Partikel-Zähler, der die Verschmutzung überwacht und einen selbst entwickelten Sensor, der den Wassergehalt im Öl misst. Beide Elemente geben zusätzliche Information über die Qualität des Schmierstoffs und ermöglichen erst eine vorausschauende Instandhaltung. (mi)

HUSUM WindEnergy 2010: Halle 3, Stand D05

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