Klebstoff Geklebter Magnetring
Für die Magnetringe im neuen 8-Gang-Automatgetriebe 8HP von ZF Getriebe galt es, eine geeignete Verbindungstechnik zu entwickeln. MS-Schramberg und Delo haben diese Herausforderung zusammen mit ZF gelöst.
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Einsparungen bei CO2-Ausstoß, geringerer Kraftstoffverbrauch: Die Anforderungen an die Fahrzeugindustrie werden immer größer. Durch Materialeinsparungen und Einsparungen im Verbrauch können moderne Getriebe ihren Beitrag zu einer umweltfreundlicheren Fahrweise leisten. ZF Getriebe setzt mit dem 8-Gang-Automatgetriebe neue Maßstäbe. Gegenüber dem ZF-6-Gang-Automatgetriebe der zweiten Generation werden sechs Prozent Kraftstoff eingespart, im Vergleich zu den heute noch dominierenden 5-Gang-Automatgetrieben sind es 14 Prozent. Im 8-Gang-Automatgetriebe kommen Magnetringe zu Einsatz. MS-Schramberg und Delo haben zusammen mit ZF hierfür die geeignete Verbindungstechnik entwickelt. Bei der Anwendung wird ein kunststoffgebundener Magnetring in einen Haltering aus Aluminium mit einem hochfesten Epoxidharz von Delo zu einer Baugruppe (Geberringsystem) verklebt.
Einfache Montagemöglichkeit des Magnetrings im Getriebe
Bei der Entwicklung wurden zunächst Rahmenbedingungen wie beispielsweise Bauraumverhältnisse, mechanische und magnetische Anforderungen besprochen. Aber auch Umgebungsbedingungen und die für die Qualifizierung notwendigen Tests wurden diskutiert. Bei der Auswahl der Magnetwerkstoffe geht es beispielsweise darum, ob Hartferrite, Seltenerdmagnete bzw. kunststoffgebundene oder gesinterte Magnete verwendet werden.
Eine große Herausforderung bei diesem Projekt war die einfache und sichere Montagemöglichkeit des Magnetrings im Getriebe. Da die Magnetringe selbst aufgrund ihrer Sprödigkeit nicht direkt mit den Getriebebauteilen verbunden werden können, müssen diese mit einem für die Befestigung im Getriebe geeigneten Haltering verbunden werden.
Klebstoff als geeignete Fügetechnologie
„Für die Verbindung von Magnetring und Haltering kam für uns lediglich die Klebetechnik als Fügetechnologie in Frage“, so Dietmar Schwegler, Leiter Produktentwicklung & Vertrieb der MS-Schramberg. „Ein Magnet ist sehr spröde - die Verbindung des Magnetrings mit dem Haltering funktioniert daher nicht über einfache formschlüssige Verfahren (z. B. Bördeln), sondern nur über die Klebetechnik.“ Die Geberringsysteme werden direkt im Getriebe eingesetzt. Dort müssen sie Temperaturen zwischen -40°C und +180°C sowie Drehzahlen von bis zu 10.000 Umdrehungen pro Minute standhalten. Hinzu kommen weitere erschwerende Anforderungen wie Getriebeöl sowie Vibrationen und Stöße im Antriebsstrang. Bei einem Ausfall des Geberringsystems würde das Getriebe ausfallen und das Fahrzeug müsste zurück in die Werkstatt. „Bei der Vorgängergeneration haben wir bis heute eine Ausfallrate von 0%“, so Dietmar Schwegler weiter.
Teil 2: Wahl fiel auf hochfestes Epoxidharz
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