Klebstoff

Geklebter Magnetring

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Epoxidharz musste zahlreiche Tests bestehen

Delo hat als Entwicklungspartner sein Know-how zur Klebstoffauswahl und den jeweiligen Klebstoffeigenschaften beigesteuert. „Als Klebstoffhersteller schlagen wir nicht nur geeignete Klebstoffe vor, sondern führen auch gemeinsame Grundsatzuntersuchungen und Qualifikationsprüfungen an der Baugruppe durch“, so Thomas Bauer, zuständiger Vertriebsingenieur bei Delo. „Unser Epoxidharz musste im angeführten Beispiel zahlreiche Tests bestehen“. Dazu gehörten insbesondere Temperaturtests aufgrund der erschwerten Bedingungen im Anwendungsfall: Temperaturwechselprüfung in Luft, in Öl, zahlreiche Medienbeständigkeitsprüfungen sowie mechanische Schockprüfungen. Die Wahl fiel schlussendlich auf ein hochfestes Epoxidharz aus der Produktgruppe Delo-Monopox. Der Klebstoff ist hochsicher und äußerst temperatur- und medienbeständig, so dass er bei höchsten Anforderungen, wie sie im Fahrzeug herrschen, funktioniert.

Produktion im automatisierten Fertigungsprozess

Nach der Auswahl des entsprechenden Klebstoffs und dessen Qualifikation durch entsprechende Tests konnte die MS-Schramberg die Produktion im automatisierten Fertigungsprozess starten. Damit der Klebstoff gut haftet, werden die Bauteile vorbehandelt: Der Aluminiumhaltering wird direkt beim Vorlieferanten entfettet und mit einer definierten Oberflächenenergie angeliefert. Der kunststoffgebundene Magnetring wird von der MS-Schramberg selbst hergestellt. Nach dem Bestücken der Fertigungslinie mit dem Aluminiumhaltering werden dessen Klebeflächen "inline" – also direkt innerhalb des Fertigungsprozesses – durch einen Laser für die spätere Verklebung vorbehandelt.

Klebstoffauftrag erfolgt über eine Hobbockentnahme

Der Magnetring wird ebenfalls "in-line" durch ein atmosphärisches Plasma vorbehandelt, damit die Oberfläche aktiviert wird. Anschließend erfolgt der Klebstoffauftrag über eine Hobbockentnahme durch eine volumetrische Dosiertechnik. Nach dem Fügen der beiden Teile wird der Klebstoff mit einem Durchlaufofen, der nach dem Paternosterprinzip arbeitet, ausgehärtet. In der nächsten Zelle werden die magnetischen Eigenschaften der Baugruppe kontrolliert und die Baugruppe zur Rückverfolgbarkeit mit einem Datamatrixcode beschriftet. Im gesamten Fertigungsablauf sind alle Schritte automatisiert – zum Einsatz kommt bei der MS-Schramberg ein Zellenkonzept, das hochautomatisierte Abläufe und eine individuelle Nutzung einzelner Prozesse ermöglicht. (jus)

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