Trends Fünf Aufgaben für das kommende Jahr

Quelle: Revalize 3 min Lesedauer

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Unternehmen stehen auch im Jahr 2025 vor einer Fülle von Herausforderungen: regulatorische Anforderungen wie der digitale Produktpass, die zunehmende Komplexität der Lieferketten und der anhaltende Fachkräftemangel. Welche Hürden Unternehmen meistern müssen aus Sicht des PLM-Experten Revalize.

Wettbewerbsfähig bleiben: Fünf Aufgaben für produzierende Unternehmen im Jahr 2025 (Bild:  Diki - stock.adobe.com)
Wettbewerbsfähig bleiben: Fünf Aufgaben für produzierende Unternehmen im Jahr 2025
(Bild: Diki - stock.adobe.com)

Die PLM-Experten von Revalize zeigen fünf Hürden auf, die die Fertigungsindustrie im Jahr 2025 nehmen muss, und geben Impulse, um zukunftsfähig zu bleiben.

1. Kreislaufwirtschaft mit digitalen Produktpässen vorantreiben

Die verpflichtende Einführung des digitalen Produktpasses (DPP) ab 2026 ist ein Meilenstein für Transparenz und Nachhaltigkeit, bedeutet aber für die meisten produzierenden Unternehmen einen erheblichen Mehraufwand. Das Instrument soll Informationen über die materielle Zusammensetzung und Beschaffenheit von Produkten erfassen und diese Daten entlang der industriellen Wertschöpfungskette weiterleiten – von der Produktion über die Nutzung bis zur Entsorgung. Hinzu kommen hohe Implementierungskosten und eine Änderung der Produktionsstrategie.

Product Lifecycle Management ermöglicht es Unternehmen, diese Daten zentral zu verwalten und in Echtzeit bereitzustellen.

Der digitale Produktpass geht über regulatorische Anforderungen hinaus – er ist ein neuer Eckpfeiler der Kreislaufwirtschaft. Ein integrativer PLM-Ansatz, der die benötigten Informationen systemübergreifend aggregiert, versetzt Unternehmen in die Lage, alle Anforderungen durchgängig und effizient zu strukturieren und transparent darzustellen.

Tobias Arnold, Director of Solution Engineering bei Revalize

2. Regulatorische Vorgaben meistern

In der Geschäftswelt von heute sind Zertifizierungen wie ISO 9001 für Qualitätsmanagementsysteme und ISO 13485 für medizinische Produkte entscheidend, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Ebenso gewinnt die Einhaltung von Sicherheitsstandards wie ISO 27001 zum Schutz von Informationen und IT-Systemen zunehmend an Bedeutung. Die Erlangung einer Zertifizierung ist jedoch mit einem hohen Dokumentationsaufwand verbunden und nicht immer sind alle benötigten Nachweise ohne Weiteres verfügbar.

Dabei fungiert ein PLM-System als zentrales Repositorium für alle zertifizierungsrelevanten Daten. Damit rufen Anwender Informationen für Audits und Zertifizierungen mühelos ab. So wird sichergestellt, dass Unternehmen die Konformität nachweisen können und Zertifizierungsprozesse erfolgreich durchlaufen.

3. Aufbau widerstandsfähiger Lieferketten in unsicheren Zeiten

Um Produktionsunterbrechungen zu vermeiden, ist es wichtig, robuste Lieferketten zu gewährleisten. Das gilt besonders in einer Ära von geopolitischer Instabilität und Handelshemmnissen. Moderne PLM-Strategien und -Anwendungen ermöglichen Echtzeit-Einblicke in Prozesse und Projektstatus – ob vor Ort im Betrieb oder mobil, etwa via App. Damit können Unternehmen flexibel auf Störungen reagieren. Zudem unterstützen sie Unternehmen auch dabei, die Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) zu erfüllen. Dazu zählen beispielsweise Risikoanalysen entlang der gesamten Lieferkette und Maßnahmen zur Prävention von Menschenrechtsverletzungen. Mit diesen Mechanismen stärken Unternehmen ihre Resilienz und sichern die Compliance im Sinne der gesetzlichen Anforderungen.

4. Fachkräftemangel: PLM als Powerhouse des Wissensmanagements

Der anhaltende Fachkräftemangel bleibt auch 2025 eine der größten und branchenübergreifenden Herausforderungen. Neben Outsourcing wird der Aufbau effektiver Wissensmanagementsysteme immer wichtiger. Eine PLM-Lösung dient als zentrales Nervensystem für organisatorisches Wissen. Dabei erfasst sie nicht nur wichtige Erkenntnisse, sondern sichert diese so, dass sie zu anwendbarem Wissen werden, statt nur Information bereitzustellen. Auf diese Weise bleibt vorhandenes Fachwissen auch bei Abgängen von Mitarbeitern für das Unternehmen erhalten und kann nahtlos an neue Teammitglieder weitergegeben werden.

Arnold erklärt: „Unser Lösungskonzept dient als Wissensbrücke, die sicherstellt, dass wertvolle Expertise langfristig verankert wird und für alle Mitarbeiter zugänglich ist, die es für ihre tägliche Arbeit benötigen.“ Dies mildert die Auswirkungen des Fachkräftemangels, erleichtert Onboarding-Prozesse und stärkt zugleich die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Kunden.

5. Digitale Transformation und KI-gestütztes Wissensmanagement

Die Industrielandschaft wird durch den digitalen Wandel und fortschreitende Innovationen ständig neugestaltet. Künstliche Intelligenz (KI) spielt eine immer zentralere Rolle, um Prozesse zu automatisieren und Wissen effizient zu managen. Viele Unternehmen zögern jedoch bei der Einführung von KI, da Bedenken hinsichtlich Vertrauenswürdigkeit und Transparenz der Daten bestehen. Entscheidend ist es, eine solide KI-Strategie zu entwickeln und die Teams gezielt zu schulen, um mögliche Vorbehalte abzubauen. So können Unternehmen die Potenziale von KI nutzen, ohne die Kontrolle über kritische Prozesse und Informationen zu verlieren.

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