Wissensmanagement Erfolgskritisches Wissen mit KI sichern

Quelle: Hochschule Karlsruhe 2 min Lesedauer

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Erfolgskritisches Wissen zu Arbeitsprozessen im Unternehmen sichern: Im Projekt KIproWork an der Hochschule Karlsruhe wurde dafür in den vergangenen zwei Jahren ein Online-Methodenkoffer entwickelt.

Im Projekt KIproWork forschte die HKA zu KI-unterstütztem Wissensmanagement, mit dem Unternehmen betriebliches Wissen sichern und im Unternehmen verbreiten können  (Bild:  Marco Baumgartner)
Im Projekt KIproWork forschte die HKA zu KI-unterstütztem Wissensmanagement, mit dem Unternehmen betriebliches Wissen sichern und im Unternehmen verbreiten können
(Bild: Marco Baumgartner)

In vielen Unternehmen, besonders in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), liegt das entscheidende Wissen oft in den Händen weniger Mitarbeitenden, den sogenannten Schlüsselpersonen. Ihr Wissen über betriebliche Prozesse ist essenziell für den Unternehmenserfolg, doch es ist schwer zu dokumentieren und weiterzugeben. Dieses routinierte und automatisierte Wissen wird durch Erfahrung erlangt und ist oft nicht vollständig nachvollziehbar. Wenn eine Schlüsselperson ausfällt oder das Unternehmen verlässt, kann dies die Geschäftstätigkeit erheblich beeinträchtigen und wertvolles Know-how verloren gehen.

Lösung dokumentiert Prozesse automatisch

Das Institut für Lernen und Innovation in Netzwerken (ILIN) an der Hochschule Karlsruhe hat sich in den letzten zwei Jahren im Rahmen des Forschungsprojekts KIproWork intensiv mit diesem Problem auseinandergesetzt. Ziel war es, Schlüsselpersonen und geschäftskritische Prozesse systematisch zu identifizieren und mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) prozedurales Wissen zu sichern. Dazu wurde eine Lösung entwickelt, die automatisch Dokumentationen von Arbeitsprozessen erstellt.

Wissen bedarfsgerecht bereitstellen

Diese Dokumentationen können anschließend intelligent und bedarfsgerecht für andere Mitarbeitende im Unternehmen bereitgestellt werden. So wird langfristig das betriebliche Wissen gesichert, die Effizienz und Standardisierung von Prozessen verbessert und die Einarbeitung neuer Mitarbeitender erleichtert.

Ein wesentlicher Schwerpunkt des Projekts lag darauf, zukünftige Anwender in den Entwicklungsprozess einzubeziehen, um eine menschenzentrierte und akzeptanzförderliche Technikgestaltung zu gewährleisten.

Online-Methodenkoffer unterstützt bei der Einführung

In enger Zusammenarbeit mit der Miraminds GmbH, einem Spezialisten für KI und Wissensmanagement, sowie der Eisenwerk Würth GmbH als Anwendungspartner wurde am ILIN erforscht, wie technologiegestütztes Wissensmanagement erfolgreich in KMU implementiert werden kann. Die Ergebnisse stehen KMU in einem Online-Methodenkoffer unter kiprowork.de zur Verfügung und bieten praktische Unterstützung bei der Einführung von KI-gestützten Wissensmanagement-Tools.

Das Projekt KIproWork wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm „Zukunft der Wertschöpfung – Forschung zu Produktion, Dienstleistung und Arbeit“ gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut.

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